Mit festlichem Glanz, aber auch mit nachdenklichen Tönen eröffnete der Freistaat das politische Jahr 2026. Am 9. Januar hatte Ministerpräsident Dr. Markus Söder rund 2000 Gäste aus allen Regionen Bayerns zum traditionellen Neujahrsempfang in die Münchner Residenz geladen. Der Kaisersaal bot den würdigen Rahmen für die Begrüßung von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Kirche und Kultur, aus Vereinen, Politik und Ehrenamt. Im Anschluss setzte sich der Empfang in den prunkvollen Sälen der Residenz fort.
In seiner Begrüßung verband Söder Rückblick, Ausblick und eine klare Standortbestimmung. „Allen von Herzen ein gutes neues Jahr!“, rief der Ministerpräsident den Gästen zu und dankte ihnen für ihr vielfältiges Engagement, das den Freistaat trage und präge. Der Abend, so Söder, stehe für den „Glanz und Zusammenhalt, der Bayern ausmacht“. Gleichzeitig sparte der Ministerpräsident die Herausforderungen der Gegenwart nicht aus. Die Welt befinde sich im Umbruch, Kriege und neue Bedrohungen bestimmten die internationale Lage. Umso wichtiger sei es, Wirtschaft und Verteidigung entschlossen zu stärken. Söder zeigte sich überzeugt, dass Bayern mit Fleiß, Zusammenhalt und Zuversicht die aktuellen Sorgen überwinden könne. Deutlich wandte er sich gegen radikale Kräfte: Er sei nicht bereit, ihnen das Land zu überlassen. Bayern sei stark, erfolgreich und lebenswert – und solle es auch bleiben.
Mit Stolz verwies Söder auf die Leistungsbilanz des Freistaats: vier Nobelpreise in 25 Jahren, seit vier Jahrzehnten das sicherste Land in Deutschland, dazu wirtschaftliche Stärke und wissenschaftliche Exzellenz. „Wir wollen Weltspitze bleiben“, betonte er. Zukunft und Fortschritt müssten dabei stets mit Tradition und Heimat verbunden werden – genau diese Mischung mache Bayern aus. Ein zentraler Gedanke der Rede lautete: Bewahren bedeute nicht Stillstand. „Wenn wir das Gute bewahren wollen, müssen wir manches verändern“, sagte Söder. Wer sich anstrenge, komme schneller aus dem Tief heraus. Es sei Aufgabe der Politik, Orientierung zu geben und zugleich Lebensfreude zu erhalten.
Der Neujahrsempfang 2026 zeigte damit einmal mehr, wofür diese Veranstaltung steht: für Begegnung, Austausch und ein gemeinsames Signal des Aufbruchs. In der besonderen Atmosphäre der Residenz wurde spürbar, was Söder am Ende seiner Rede auf den Punkt brachte – Bayern verbindet Stabilität mit Optimismus, Verantwortung mit Zuversicht. Oder, wie es der Ministerpräsident augenzwinkernd formulierte: „Heute statt preußischer Nüchternheit bayerischer Glanz.“
Mit diesem Geist startete der Freistaat in das neue Jahr – selbstbewusst, traditionsbewusst und zugleich offen für die Herausforderungen der Zukunft. (Fritz Lutzenberger)
Bericht und Bilder: Fritz Lutzenberger, Bayernbund und Heinz Matschiner
Ministerpräsident Dr. Markus Söder begrüßt die Gäste in der Residenz
Aus Berlin waren die CSU-Minister Alexander Dobrindt und Dorothea Bär angereist.
Aus der Spitze der bayerischen Gesellschaft: S.K.H. Prinz Ludwig von Bayern und seine Ehefrau Prinzessin Sophie-Alexandra von Bayern
Natürlich waren auch die Traditionsverbände stark vertreten: der 1. Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbands Günter Frey und der Landeshauptmann des Bundes der Gebirgsschützenkompanien Martin Haberfellner.
Der Bayernbund war vertreten (v.r.:) durch den Landesvorsitzenden Sebastian Friesinger, MdL, Petra Guttenberger, MdL, Burgi Friesinger und den Vorsitzenden des Bayernbund-Bezirksverbands Franken Thomas Blösel.











