Kirche

Neujahrsauftakt in Obing

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Obing: Sehr schwungvoll begann in der Gemeinde Obing das Jahr 2026. Bis auf den allerletzten Platz waren die Stuhlreihen in der Obinger Pfarrkirche besetzt, als Hans Spiel, 1. Vorstand des Musikvereins, im Namen der Obinger Blaskapelle, die Willkommensworte überbrachte.

Sein Gruß richtete sich primär an Pfarrer David Mehlich, verbunden mit einem herzlichen Dank an den Hausherrn der Pfarrkirche, dass der Musikverein die Pfarrkirche als Konzertraum benutzen darf. Spiel spricht seine große Begeisterung über die große Besucheranzahl aus und freut sich auf einen gemeinsamen musikalischen Neujahresauftakt. Neben 1. Bürgermeister Josef Huber, waren auch die Obinger Gemeinderäte, Vereinsvorstände, wie an die geballte Prominenz aus Obing und Umgebung im Publikum.

Aus technischen Gründen muss die Wiederholung des Konzertes, die bislang in der Kirche Breitbrunn stattgefunden hat, leider ausfallen.

Am Sonntag den 04. Januar 2026 gastiert die Obinger Blaskapelle mit der zweiten Auflage des Neujahrskonzert um 19 Uhr in der Kirche in Taufkirchen bei Kraiburg.

Mit lautem Beifall wird Frank Schöftenhuber, Leiter, Dirigent und Solist des Konzertes auf seinem Weg zum Dirigentenpult begleitet. Mit der Ouvertüre „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé eröffnen die Musikanten das Neujahrskonzert, das unter dem Motto: „Eine Reise entlang der schönsten Flüsse der Welt“ steht. Für den Kapellmeister eine persönliche Herzensangelegenheit die Zuhörer in der Obinger Pfarrkirche, die für ihn ein wunderbares Konzerthaus darstellt und dass auch zu Ehren Gottes zum Erklingen gebracht werden darf, mit auf eine musikalische Reise zu nehmen. Johann Strauß und die ganze Dynastie Strauß hat ja im neunzehnten Jahrhundert in Wien eine Ära geschaffen, die ihres gleichen sucht und mit dem Modetanz, der Walzer war weit mehr als ein Tanz war, der Walzer stellt ein ganzes Lebensgefühl dar. Mit „An der schönen blauen Donau“ wird sich der Bogen der Flussreise schließen. Entlang der Donau, mit Wien als Ausgangspunkt und der „Annen-Polka“ einem schönen Stück aus der Feder von Johann Strauß Sohn startet die musikalische Reise. Über Ungarn geht die Reise weiter, mit ungarischem Lebensgefühl, wie es in der Polka „Eljen a Magyar“ – was für Feuer Ungarns. Dieses Werk, ebenfalls von Johann Strauß Sohn wurde 1869 erstmals in Budapest aufgeführt. Diese Polka war eine nationale Präsentation der ungarischen Nation, der auch Strauß huldigte.

Mit “Into the Raging River” schuf Steven Reineke ein Klanggemälde für sinfonische Blasorchester, zu dem der Komponist durch eine Raftingtour inspiriert wurde. Das Stück beginnt mit einer ruhigen Einleitung der Querflöten, die den Sonnenaufgang am frühen Morgen darstellt. Im weiteren Verlauf erleben wir wilde Stromschnellen und die Fahrt steigert sich immer aufregender, bis zum großen Sturz über den Wasserfall. Die Obinger Blaskapelle hat dieses Stück hervorragend präsentiert und den Zuhörern die ruhigen Wasserläufe, wie auch den schier nie endenden Wasserfall instrumental bestens vermittelt. Mit Frank Schöftenhuber steht ein Kapellmeister und Dirigent vor der Obinger Blaskapelle, in dessen Adern nicht nur Blut, sondern viel Musik, Noten, ein wahnsinniges Talent und sehr viel Herzblut für die Musik fließt. Mit einer Lebensfreude und spürbarer Begeisterung für seine Arbeit leitet er alljährlich das Neujahrskonzert, vermittelt den Musikern der Obinger Blaskapelle nicht nur ein sehr hohes Niveau und vor allem wahre Freude und Begeisterung an ihrer Musik und das inzwischen mehr als 30 Jahre. Die Freude, der Spaß, die Lebendigkeit, aber auch den Erfolg, den er mit seinen Musikern hat, strahlt über sein Wirken.

Stehend bedankt sich das Publikum mit lautem Applaus für das hervorragende Neujahrskonzert und mit einem Geschenkekorb die Musiker der Obinger Blaskapelle bei ihrem Kapellmeister und Dirigenten Frank Schöftenhuber. Schöftenhuber, ein Musiker mit Leib und Seele, nicht nur Kapellmeister, Dirigent, auch ein Sänger mit hervorragender Stimme, die durch und durch geht, stimmte nach den Neujahrswünschen, die Noten des Liedes „Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga an“, was bei den Zuhörern schon ein bisserl Gänsehautgefühl erweckt und nachdenklich stimmt. Keiner weis wohin die Träume ziehen, die unerfüllt an einem vorüberziehen.

Mit dem bekannten Radetzky-Marsch, den Johann Strauß Vater komponierte und eine  Erinnerung, an den vor 200 Jahren geborenen Johann Strauß Sohn spiegelt, findet das  diesjährige Neujahrskonzert einen krönenden Abschluß.

Der lange und laute Applaus des hocherfreuten Publikums galt nicht nur dem Dirigenten und Kapellmeister, sondern auch der großartig besetzten Blaskapelle, die mit einem gigantischen Neujahrskonzert das Jahr 2025 eingeläutet hat. Den alten Traditionen entsprechend gings im Anschluss des Konzertes auf den Rathausplatz, um in netten Gesprächen und angenehmer Unterhaltung, bei Glühwein, oder einem Glas Sekt das Erlebte nachwirken zu lassen und gemeinsam ins neue Jahr zu gehen.

Text und Fotos: Emmy Künzner-Hingerl – Kapellmeister und Dirigent Frank Schöftenhuber leitet über 30 Jahren das Obinger Neujahrskonzert

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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