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Aufstellung: Überparteiliche Wählergruppe Samerberg

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Am 17. Dezember fand die letzte Aufstellungsversammlung am Samerberg statt. Mit der Überparteilichen Wählergruppe Samerberg stellte sich die fünfte und letzte Gruppierung zur Kommunalwahl im März 2026 vor und präsentierte dabei auch ihren neuen Bürgermeisterkandidaten.

Der noch amtierende erste Bürgermeister Georg Huber begrüßte als Versammlungsleiter alle Anwesenden im Gasthof Post in Törwang. Er betonte, dass die Gruppierung der überparteilichen Wähler am Samerberg die Einzige sei, die nicht im Vorhinein schon eine Liste der Gemeinderatskandidaten aufstelle, sondern erst bei der Aufstellungsversammlung die Reihenfolge mittels einer geheimen Wahl festlege. Alle dürfen mitmachen! Das sei ihr Markenzeichen. Einzige Voraussetzung sei, dass man noch keiner anderen Wählergruppe in der Gemeinde seine Stimme geschenkt habe. Nicht nur die insgesamt 63 wahlberechtigten Samerberger Bürgerinnen und Bürger versammelten sich an diesem Abend zur Wahl, sondern auch zahlreiche weitere neugierige Zuhörer.

Bürgermeister Huber verriet, was die überparteiliche Wählergruppe am Samerberg ausmache. Unabhängigkeit, Vertrauen, Verlässlichkeit. Das seien für ihn die wichtigsten Schlagwörter. Dies sei sicher auch der Grund, weshalb sie in den letzten 24 Jahren Gemeinderat immer die meisten Gemeinderatsmitglieder stellen durften. Als Leitfaden der überparteilichen Wählergruppe nannte er einige beispielhafte Projekte, welche in den letzten Jahren durch den Gemeinderat umgesetzt wurden und hinter denen sie immer gestanden haben. Dazu zählen unter anderem der Ausbau und die Ausstattung aller Feuerwehren am Samerberg, die Gestaltung der Dorfplätze in Törwang und Rossholzen, der Neubau der Kinderbetreuungsstätte, die Sanierung des Naturschwimmbades, die Sanierung des Kindergartens „zur Aussicht“ in Törwang und vieles mehr.
Die großartig funktionierende Teamarbeit sei dabei immer Grundvoraussetzung und Erfolgsgarantie zugleich. Die überparteiliche Wählergruppe stehe außerdem für nachhaltige Entscheidungen. Wichtig seien dabei nicht nur die Erfahrung der älteren Mitlieder, sondern genauso die Impulse der Jungen. Dies wünschte sich erster Bürgermeister Georg Huber auch für die Zukunft weiterhin. Die Bürgerschaft mit einzubeziehen und dadurch einen Mehrwehrt für alle zu gestalten sei der beste Nährboden für den bestmöglichsten Ertrag.

In seinen 24 Jahren als erster Bürgermeister und 30 Jahren im Gemeinderat könne Georg Huber nur dankbar zurückschauen. Es sei kein Beinbruch, wenn nach dieser langen Amtszeit nun eine Zeit der Veränderung eintrete. Er bedankte sich bei allen Unterstützern und vor allem aber bei seiner Frau und seiner ganzen Familie, die ihm immer den Rücken gestärkt haben.  Im Anschluss verkündete Georg Huber den neuen Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Ull aus Weikersing und beschrieb ihn als einen Pfundskerl der in den vergangenen sechs Jahren im Gemeinderat immer die Werte einer bodenständigen und verlässlichen Kommunalpolitik verfolgte.

Wolfgang Ull stellte sich im Anschluss selber der Versammlung vor. Der 51-jährige Samerberger ist Landwirtschaftsmeister und bewirtschafte mit seiner Familie seit 2018 eine Bio-Landwirtschaft mit Milchviehbetrieb. Er ist seit sechs Jahren Mitglied des Gemeinderates am Samerberg. Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses habe er in der letzten Amtsperiode einen wesentlichen Einblick in die Finanzen der Gemeinde erhalten. Er wolle am Samerberg eine Zukunft für alle Generationen schaffen. Angefangen bei der Kinderbetreuung, über die Grundschule bis hin zur Jugendarbeit und gleichzeitig natürlich auch für die ältere Generation sorgen. Er wolle seine wundervolle Heimat erhalten und die Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Kulturlandschaft bestens unterstützen. Sie spielen eine wesentliche Rolle beim Thema Klima- und Gewässerschutz. Er wolle sich für den Erhalt der Familienbetriebe in der Gemeinde einsetzen und den Tourismus stärken. Schnelles Internet für alle sei ein wichtiges Thema, doch sei er sich dessen bewusst, dass dies ein langer Weg für die Gemeinde sei, da aufgrund der riesigen Gemeindefläche nicht alle gleichzeitig vernetzt werden können. Die Pflege von Tradition und Brauchtum sei Grundlage für ein Zusammenleben der Dorfgemeinschaft. Die Entwicklung eines Gewerbegebiets am Samerberg stehe in den Startlöchern und auch auf seiner Agenda. Als zweiter Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Törwang lägen ihm Vereine, wie Bergwacht oder Feuerwehren, die hilfsbedürftige Menschen unterstützen, besonders am Herzen. Sein letzter großer Punkt war die Schaffung von Wohnraum. Auch die Gemeinde müsse sich in seinen Augen an diesem Thema beteiligen und selber als Bauherr in Aktion treten um so einen Wohnraum zu schaffen, den sich vor allem auch die Einheimischen leisten können.

Wolfgang Ull wurde anschließend in einer geheimen Wahl mit 61 Stimmen zum neuen Bürgermeisterkandidaten der überparteilichen Wählergruppe Samerberg gewählt.

Im Anschluss fand die Listenwahl der Gemeinderatskandidaten statt. Insgesamt 14 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich für das Amt zur Verfügung. Dabei stehe jedoch der erste Listenplatz für den Bürgermeisterkandidaten frei. Nach einer interessanten und aufschlussreichen Vorstellungsrunde ergab sich nach der geheimen Wahl die Listenfolge für die Kommunalwahl im März: Auf Platz 1 mit 124 Stimmen wurde Steffi Spöck vom Baugeschäft Spöck in Törwang gewählt. Gefolgt von Steffi Wohlschlager mit 95 Stimmen auf Platz zwei. Die amtierenden Gemeinderatsmitglieder Christian Staber (85 Stimmen), Christine Eckert (72 Stimmen) und Franz Daxlberger (62 Stimmen) belegen die Plätze vier und fünf und sechs. Auf den weiteren Rängen: Andreas Sattelberger (54 Stimmen), Bartholomäus Mayer (ebenfalls 54 Stimmen), Thomas Stuffer-Wimmer (42 Stimmen), Markus Weyerer (29 Stimmen), Georg Osterhammer (26 Stimmen), Michael Weyerer (21 Stimmen), Michael Riek (16 Stimmen) und Christian Krämer (9 Stimmen). Ulrich Kittelberger (8 Stimmen) steht als Reserve-Kandidat zur Verfügung.   Erster Bürgermeister Georg Huber bedankte sich noch einmal bei allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft und beschloss den Abend der Aufstellungsversammlung.

Bericht und Bilder: Susanne Deindl


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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