Stephanskirchen – Der Kreisverband der Parteifreien/ÜWG hat im Gasthaus Antretter seine Kandidatenliste für die Kreistagswahl 2026 vorgestellt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Präsentation der Bewerberinnen und Bewerber sowie ein Blick auf die Schwerpunkte, mit denen die Gruppierung in die Wahl geht.
Auffällig ist die starke Vertretung kommunaler Mandatsträger: Auf der Liste finden sich 16 amtierende Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Weitere fünf Kandidierende streben bei den kommenden Kommunalwahlen ein Bürgermeisteramt an. Insgesamt verfügen 52 der Vorgeschlagenen über kommunalpolitische Erfahrung – sei es als Rathauschef, als Stellvertreter oder als Gemeinderatsmitglied. Auch frühere Amtsinhaber, darunter Rainer Auer aus Stephanskirchen, sind vertreten.
Der Kreisvorsitzende Georg Huber hob in seiner Rede die Bedeutung praxisnaher Kommunalpolitik hervor. Die Mischung aus langjährig erfahrenen und jüngeren Rathausleitern bezeichnete er als „gute Basis für eine konstruktive Arbeit im Kreistag“. Dass parteifreie Bürgermeister im Landkreis Rosenheim sowohl in kleinen Gemeinden als auch in größeren Orten wie Feldkirchen-Westerham, Stephanskirchen und Prien vertreten sind, wertete er als Hinweis auf die Bandbreite der kommunalen Ansätze.
Neben den kommunalpolitisch aktiven Persönlichkeiten umfasst die Liste auch Vertreterinnen und Vertreter aus Ehrenamt, Wirtschaft, Vereinen und sozialen Bereichen. Laut stellvertretendem Kreisvorsitzenden Christoph Schneider zeigt sich die Gruppierung damit regional breit aufgestellt – von Soyen bis Kiefersfelden und von Feldkirchen-Westerham bis Breitbrunn.
Inhaltlich nennt die Liste mehrere Themenfelder, die für die Parteifreien/ÜWG im Landkreis bis 2032 im Mittelpunkt stehen sollen: eine Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs, eine solide Finanzpolitik, Verbesserungen in der Verwaltung sowie Anliegen aus Gesundheits- und Schulbereich.
Offen ist weiterhin, ob die Parteifreien/ÜWG einen eigenen Landratskandidaten nominieren. Kreisvorsitzender Huber verwies darauf, dass potenzielle Bewerber noch Zeit hätten, eine Entscheidung zu treffen. Zugleich betonte er, dass viele jüngere Rathauschefs ihre Arbeit in den Gemeinden fortsetzen möchten.




