Leitartikel

Theater-Freuden in Riedering

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ausverkaufte Premiere – Mit großem Applaus und zahlreichen Lachern feierte die Theatergruppe des Trachtenvereins Riedering am vergangenen Samstag die Premiere ihres neuen Stücks „Dümmer als die Polizei erlaubt“. Vom ersten Moment an wurde das Publikum bestens unterhalten und erlebte einen Abend voller komischer Einfälle, turbulenter Szenen und überraschender Wendungen.

Theaterspielleiter Florian Niedermaier bewies bei der Stückauswahl – einer Dreiakter-Komödie von Markus Scheble und Sebastian Kolb – erneut ein glückliches Händchen. Mit Marianne Loferer und Barbara Schmidmaier (Maske), Bettina Winter (Souffleuse) und Melina Donhauser (Reporterin) war das Team der diesjährigen Theatergruppe perfekt aufgestellt.

Turbulente Polizeikomödie mit schrägen Figuren

Mit viel Humor, feiner Ironie und einem ordentlichen Schuss kriminalistischer Absurdität präsentiert sich das Stück rund um Oberkommissar Posch (Hannes Daxlberger). Der fühlt sich – seiner eigenen Darstellung nach völlig zu Unrecht – auf die abgelegene Polizeiinspektion strafversetzt. Was dort folgt, ist eine Mischung aus verletztem Ego, provinzieller Polizeiroutine und groß angelegten, aber ungeschickten Intrigen. Posch hält sich selbst für einen brillanten Ermittler, der weit unter seinem Niveau eingesetzt wird. Entsprechend missmutig begegnet er seinem kleinen Team: dem gutmütigen Polizeiobermeister Fendt (Vinzenz Leitner) und der pflichtbewussten Polizeimeisterin Schneider (Lena Vodermaier) – beide so gar nicht nach dem Geschmack des selbsternannten „Ausnahmepolizisten“. Zusätzlichen Ärger bereitet ihm die Teilzeitsekretärin Gabi Strobl (Elisabeth Niedermaier), die mehr Sympathie für den Schweinebauern Hansi (Florian Loferer) zeigt als für ihren Vorgesetzten. Während Poschs Versetzungsgesuche ungehört bleiben, kündigt sich plötzlich hoher Besuch an: Polizeipräsident Hrdlicska (Andreas Aßbichler) plant eine unangekündigte Inspektion. Posch schmiedet – nach dem ersten Schreck – einen hinterhältigen Plan, mit dem er glaubt, all seine Probleme auf einen Schlag lösen zu können. Doch „Wer anderen eine Grube gräbt…“ Auch die Putzfrau Ayshe und die resolute Vorsitzende des Kleingärtnervereins (Andrea Vodermaier) tragen tatkräftig zum Chaos bei und bescheren dem Publikum weitere Lacher.

Mopedfahrt durchs Publikum – ein Höhepunkt des Abends

Für besonderes Staunen sorgte Polizeiobermeister Fendt, der mit einem echten Moped durch den Saal fuhr – ein unerwarteter Coup, der zu lautem Gelächter hinriss und klarmachte: Diese Komödie bietet Lachgarantie.

Weitere Aufführungen finden am Sa, 22. November und So, 23. November, jeweils um 19:30 Uhr statt.

Restkarten sind bei Tem und Lem in Riedering erhältlich (Mo–Sa 10–12 Uhr und 14:30–18 Uhr; Mittwoch- und Samstagnachmittag geschlossen).

Bericht und Bilder: Susi Stocker 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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