Natur & Umwelt

Imkerversammlung in Altenbeuern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ohne Imker kein Ertrag, so die Bilanz von Kreisvorsitzenden Georg Drost vom Samerberg bei der Jahresversammlung der Kreisimker im Gasthaus Ellmaier in Altenbeuern.

Teilgenommen haben Imker aus dem Inntal-Rosenheim Samerberg und Halfing. Einen vermittelnden, informativen Vortrag zum Thema Propolis und Pollen mit Zahlen,Fakten und Erkenntnissen gab Frau Karin Kirmse aus Inzell. Sie stieg dabei tief in die Fachwelt der Imkerarbeit ein. Auch wenn die Arbeit der Imker oft nicht vordergründig erkennbar ist, ist sie ein wichtiger Bestandteil in der Ernährungskette der Menschheit.Dies wurde aus den Rechenschaftsberichten der Vorstandschaft,sowie den Ausführungen der Referentin deutlich. Die Jahresbilanz wies einen Rückgang von 1% bei den Bienenvölkern auf, auf nunmnehr rund 36260 Völkern. Bei einer groben regionalen Aufgliederung bedeutet dies für Brannenburg 85 Völker, Samerberg 90 Völker, Neubeuern 40 Völker Halfing 213 Völker. Dort befindet sich ein Lehrbienenstand der vielfach als Muster Verwendung findet. Bilanz auf Kreisebene, der Ertrag war unterdurchschnittlich, eher geringer, örtlich verschieden. Probleme sind hierbei die verschiedenen Wetterlagen.

Die klimatischen Veränderung lassen sich nicht mehr leugnen,bringen Natur und Bienenwelt in Unruhe. Vorallem trifft dies auf das Frühjahrwetter zu, wo es immer früher warm wird ,so der Kreisvorsitzende. Wir dürfen aber feststellen, auf einem soliden Fundament zu stehen. Belegt wurde dies in einem umfangreichen Kassenbericht von Hubert Paul, zugleich Imkervorsitzender von Neubeuern. Bei Ausgaben von mehr als 8000.-€ bedeutet dies einen Fehlbetrag von € 300.-.Für einen Lehrbienenstand am Samerberg wurden 500.-€ gewährt, ferner galt es Reisekosten mit dem Omnibus zu erststatten. Das Zusammenspiel verschiedener Einrichtungen ist wichtig. Der Imkerkreisverband ist auch Mitglied beim Hagelforschungsverein des Landkreis. Öffentlichkeitsarbeit ist eine wichtige Verbandsangelegenheit. So wurde der Verbandstag in Markt Indersdorf besucht, der Züchtertag in Sauerlach, es fand eine Landtagsbesichtigung statt. Informativ beteiligte man sich der Verband auch an der “Trunau” -Ausstellung in Traunstein. Aber auch Probleme gab es zu bewältigen, wie die Schadensbilanz belegt.

Dies waren Einbrüche in Anlagen, Frevelschäden durch Zerstörung, Maderschäden, oder Schäden durch Hagel und Unwetter. Ein Schwerpunkt der Arbeit, die Bekämpfung der Varo-Milbe, die immer gegenwärtig ist. Eine saubere, umsichtige Arbeit an den Bienenstöcken ist eine hilfreiche Aufgabe, ansonsten läuft man Gefahr, Krankheiten an andere Stöcke zu übertragen. Kreisvorsitzender Dorst verwies auf die zunehmende Bedrohung durch die asiatische Hornisse. Im nördlichen bayerischen Bereich, sowie an der Grenze zu Baden-Württemberg ist dies bereists stark ausgeprägt. Auch wir werden davon betroffen werden, stellte er in den Raum. Informationen sollten schnell ausgetauscht werden. Die Beseitigung eines Nestes ist nur durch Fachkräfte möglich, und erforderlich. Simon Hager, vom Samerberg, vermittelte den Schriftführerbericht, und Franz Pichler aus Halfing oblag es an die Vorstandschaft Dank zu sagen für eine aufwendige Verbandsarbeit.

Bericht und Foto: Thomas Schwitteck – Bienenfleiß

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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