Sport

Aktive Schloßschützen Oberbrunn

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Pittenhart: Die diesjährige Hauptversammlung im Landgasthof Alte Zollstation eröffnet erster Schützenmeister Norbert Fenzl in der voll besetzten Gaststube in der Alten Zollstation mit Grußworten an Bürgermeister Sepp Reithmeier, die Ehrenschützenmeister Sebastian Fischer, sen. und Sebastian Bernhard, sowie die Ehrenmitglieder. Sein Gruß ging auch an den anwesenden Gauschützenmeister Bernhard Brehmer sowie die Vorstandschaft der Nachbarvereine aus Pittenhart, Aindorf und Eggstätt.

Seit der letzten Versammlung im November 2024 musste sich der Verein von zwei Vereinsmitglieder verabschieden. Im April verstarb Anni Maier aus Oberbrunn und im August Willy Hennings aus Pittenhart. In einer Schweigeminute wurde ihrer gedacht.

Anschließend hielt der erster Schützenmeister Fenzl einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Seit der letzten Hauptversammlung ist als sein Stellvertreter und zweiter Schützenmeister Alexander Künzner im Amt. Franz Huber hat das Amt als erster Sportleiter inne und Christine Künzner fungiert seit der letzten Hauptversammlung als neugewählte zweite Damenleiterin. Maria Eder ist Chronistin und Johanna Weindl wurde neu in den Ausschuss gewählt. In seinem Bericht holte er auch die verschiedenen Veranstaltungen, wie die Gauversammlung, den Adventlichen Nachmittag am Hilgerhof, der zusammen mit dem Gartenbauverein veranstaltet wurde, das Freundschaftsschiessen mit den Eggstätter Moosschützen und die Christbaumversteigerung von Trachtenverein und Aindorfer Schützen und vereinsinterne Veranstaltungen, und den Besuch einer Hochzeit  in Erinnerung. Mit den Auerhahnschützen wurde im Dezember vergangenen Jahres das Königsschießen ausgerichtet. Die besten Schüsse auf die Wanderpokale haben Christoph Eder, Resi Eder, Lena Kirschner, Hans Eder sen., Hans Eder jun. und Franz Huber. Bei Schießen um den Bürgermeisterpokal, dass die Aindorfer Sebastianischützen ausgerichtet haben, lagen die Oberbrunner Schützen mit 772 Ringen, vor den Siegern aus Aindorf mit 867 Ringen und den Pittenhartern mit 808 Ringen, auf den dritten Platz.

Als neuer Schützenkönig wurde nach dem Königsschießen Hans Niedl gekürt und die Würde des Jungschützenkönigs sicherte sich Christoph Eder.

Nach Beendigung der Vereins-Schießsaison ging es mit der Durchführung des 67. Luftgewehr- und 46. Luftpistolenschießen vom Schützengau Chiemgau-Prien weiter, dass gemeinsam mit den Sebastianischützen Aindorf organisiert wurde. Zur Eröffnung am 12. März waren die Vorstandschaft des Gaues, die Schützenmeister der Vereine und viele Ehrengäste zum Hilgerhof gekommen, wo auch der erste Teil, das Luftpistolengauschießen durchgeführt wurde. Der zweite Teil, das Luftgewehrgauschießen wurde im Anschluss am Schießstand beim Kirchenwirt in Pittenhart abgehalten. Im Zuge des Gauschiessens fand am 04. Mai 2025 in Pittenhart auch der Gausonntag statt, mit Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche, anschließend wurde am Kriegerdenkmal ein Kranz zum Gedenken der Verstorbenen des Schützengaus niedergelegt und nach einem geselligen Zusammensein beim Kirchenwirt hat der Tag geendet. Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsjahr, war nach 11 Jahren, der Ausflug zu den Schützenkameraden nach Wadersloh in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit der Obinger Blaskapelle wurde beim dortigen Schützenfest kräftig mitgefeiert. Die 40-jährige Freundschaft zu den Waderslohern wurde durch ein Geschenk der drei Pittenharter Schützenvereine zum Ausdruck gebracht.

Seit gut einem Monat läuft wieder die diesjährige Schießsaison, beim Start am 09. Oktober wurden die Anfangsscheiben ausgeschossen. Die Gewinner sind Hubert Straßer mit einem 9,4 Teiler im Luftgewehrschiessen und Hans Schachner hat mit einem 175,2 Teiler mit der Luftpistole den Sieg für sich entschieden. Nach der offiziellen Versammlung hat Schützenmeister Fenzl den Gewinnern die Scheiben überreicht, die aber vorerst im Vereins Stüberl am Hilgerhof ihren Platz finden. Beim Schießabend Ende Oktober gab es erneut eine Scheibe zu gewinnen. Anni Feuerer stiftete diese anlässlich ihres 2024 gefeierten 70. Geburtstag. Bei einer Vorgabe eines 71 Teiler gewann ihr Enkel, Jonas Feuer mit einem 74,6 Teiler den schönen Preis.

Aktuell zählen 166 Mitglieder zu den Schloßschützen, davon sind 140 Erstmitglieder. Neun Mitglieder, unter Jahren zählen zur Jugend und fünf davon sind unter zwölf Jahre und schiessen mit dem Lichtgewehr. Die beiden Kassiere Martin Holzner und Christoph Kirschner waren verhindert und so wurde die Versammlung von Schriftführer Andreas Feuerer über den finanziellen Stand des Vereins informiert. Mit einer langen Liste der Ausgaben- und Einnahmensummen kann sich der Verein am Ende über einen Gewinn aus dem letzten Jahr freuen und auf einen soliden Kontostand blicken.

Im Vorfeld wurde die Kasse von amtierenden Kassenprüfern August Feichtner und Sebastian Kirschner geprüft und wie Feichtner der Versammlung berichtet, sei die Kasse ordnungsgemäß geführt und alle Belege und Buchungen stimmig, so dass die Vorstandschaft entlastet werden kann.

Fenzl informiert die Versammlung, dass der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) als Dachorganisation der bayerischen Schützenvereine seine Mitgliedsbeträge erhöht hat. Die Beiträge an den BSSB sind seit Anfang des Jahres 17,20 Euro für Schützen, 14,20 Euro für Junioren, 9,90 Euro jeweils für Jugend und Schüler. Die Schloßschützen, seit nunmehr 2017 geltenden Mitgliedsbeträge, auch anpassen wolle. Der erste Schützenmeister schlägt vor, die Beiträge bei den Schützen von 25 Euro auf 30 Euro und bei den Zweitmitgliedern von 10 Euro auf 12 Euro zu erhöhen. Die Vereinsbeträge für Schüler, Jugend und passive Mitglieder würden unverändert mit je 10 Euro bleiben. Nach einem mehrheitlichen Abstimmungsergebnis werden die neuen Beträge in die Satzung aufgenommen und ab nächstem Jahr auch umgesetzt.

Bei dem Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ schloss sich Vereinsmitglied Markus Weindl den Worten des Schützenmeisters an und sprach an seine Vereinskameraden die große Bitte und den Wunsch aus, dass man sich wieder mehr an den Schießveranstaltungen beteiligt solle um den Verein auch ansehnlich zu vertreten Abschließend der offiziellen Versammlung bedankt sich Fenzl bei seinen Vereinskameraden, die das ganze Jahr immer dabei sind und tatkräftig mithelfen, bei den Kollegen der Vorstandschaft und des Ausschusses für die gute und konstruktive Zusammenarbeit, einen großen Dank sprach er den Schützendamen aus, die für die Bewirtung im Schützenstüberl zuständig sind, weiters richtet er seinen Dank an die Schützenmeister  der Auerhahnschützen Pittenhart und die Sebastianischützen Aindorf  und die Gemeinde Pittenhart für die Unterstützung aus. Bürgermeister Reithmeier erinnerte in seinen Grußworten im speziellen das Gauschiessen, dass in Pittenhart ausgerichtet wurde und an den Ausflug zum Schützenfest in Wadersloh. Wie sich Reithmeier schmunzelnd äußert, war es auch für ihn ein besonderes Erlebnis, die drei Festtage müsse man einfach aushalten, aber dabei sein ist alles.  Als Herausforderung sieht Reithmeier, der auch Hausherr des Hilgerhofes ist, das hervorragende Zusammenspiel mit Schützenverein und Kulturverein Hilgerhof und wünschte dem Verein weiterhin alles Gute. Zweiter Schützenmeister Alexander Künzner übermittelte im Namen des Vereins, ein herzliches Vergelt’s Gott an Norbert Fenzl, der als erster Schützenmeister, mit großem Engagement den Verein das ganze Jahr leitet.

Ehrenzeichen-Verleihung bei den Schloßschützen

Die Ehrennadel „Chiemgauadler“ in Silber überbrachte Gauschützenmeister Bernhard Brehmer für Johanna Weindl , die für ihre besonderen Schießleistung und mit der Gauleistungsnadel in Gold ausgezeichnet wird. Zu der goldenen Gauleistungsnadel mit Kranz gratulierte Brehmer Franz Huber. Die Verdienstnadel „In Anerkennung“ des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) für treue Mitarbeit im Verein erhielten Christoph Kirschner und Alexander Künzner. Um diese Auszeichnung zu erlangen, müssen die Vorschläge für Personen, die mindestens fünf Jahr Mitglied sind, eingereicht werden. Die Verdienstnadel wir seit 1997 verliehen und ist eine der höchsten Auszeichnungen im Verband. Seit nunmehr 40 Jahren hält Astrid Kirschner den Schloßschützen die Treue und auf eine besonders lange Vereinsmitgliedschaft darf Josef Maier zurückblicken, 60 Jahre ist er aktives Mitglied bei den Schloßschützen Oberbrunn, dafür spricht Brehmer die herzlichsten Glückwünsche aus und bedankt sich für die vielen Jahre Vereinstreue. Nach dem Erinnerungsfoto haben die Schützen in fröhlicher und geselliger Runde den Abend ausklingen lassen.

Bericht und Foto: Emmy Künzner-Hingerl – von links, sitzend: Astrid Kirschner (40 Jahre), Josef Maier (60 Jahre), Johanna Weindl (Gauleistungsnadel in Gold und Chiemgau-Adler in Silber) – stehend von links: 1. Schützenmeister Norbert Fenzl, 2. Schützenmeister Alexander Künzner (Verdienstnadel „In Anerkennung“ BSSB), Hubert Straßer – Gewinner beim Anfangsschießen 2025/LG, Johann Schachner – Gewinner Anfangsschießen 2025/LP und der Gauschützenmeister Bernhard Brehmer

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!