Wirtschaft

Übersees CSU-Bürgermeister-Kandidat

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bei der jüngsten Vorstandssitzung des CSU-Ortsverbandes im Wirtshaus D`Feldwies wurden einstimmig die Weichen für den anstehenden Wahlkampf und die Aufstellungsversammlung am 22. Oktober gestellt: Unter Leitung des CSU-Ortsvorsitzenden Franz Wilk junior wurde Alexander Rank als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen, was sämtliche Anwesende unterstützten, darunter die CSU Altbürgermeister Peter Stöger und Marc Nitschke.

Alexander Rank ist gebürtiger Überseer, 54 Jahre alt, ledig, geprüfter Hotelfachmann und Immobilienmakler. Seit sieben Jahren arbeitet er in seinen Büros in Übersee und Bernau in der Verrentung von Immobilien. Alexander Rank wuchs als Sohn von Andi Hiendl und Renate  Rank in Übersee im Gästehaus Buchwald „Beim Rank“ auf. Er besuchte die Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer in Traunstein und besuchte ein Jahr lang die renommierte Hotelberufsfachschule in Altötting. Danach absolvierte er zwei Jahre Ausbildung im Sporthotel Achental bei Dieter Müller und blieb dort weitere drei Jahre. Weitere Stationen waren dann zwei Jahre bei Alfons Schuhbeck in Waging und fünf Jahre am Tegernsee bei den Egener Höfe in Rottach-Egern, wo Rank von 1988 bis 1993 arbeitete, bevor er als selbständiger Gastronom 16 Jahre in Bad Griesbach tätig wurde. Vor zehn Jahren kehrte Rank zurück nach Übersee, wo er zusammen mit seiner Geschäftspartnerin, Angelika Merkel, Senioren bei der Nutzung ihres Wohneigentums berät und unterstützt.

Mangelnde Transparenz der Gemeindepolitik

In der Versammlung informierte Alexander Rank, weshalb er gerne Bürgermeister von Übersee werden möchte und sich gute
Chancen dafür ausrechnet. Die Gemeinde befände sich in einer schwierigen Lage, sagte Rank. Die Verschuldung Übersees sei auf einem Rekordhoch, einem der höchsten im Landkreis Traunstein. Vor allem mangle es an Transparenz in der Gemeindepolitik. Viele Bürger würden ihre Informationen über das Ortsgeschehen eher beim Einkaufen oder auf dem Wertstoffhof beziehen als von offizieller Seite. Ein Großteil  aller wichtigen Themen würden in nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzungen behandelt, aus denen höchstens „unter der Hand“ etwas nach außen sickere. Eklatante Beispiele seien die große Agri-PV-Anlage, über die auch Gemeinderäte lange nicht informiert gewesen seien. Große Sorgen bereite ihm, Rank, die schon im Bau befindlichen Bauprojekte wie Übersee-Ost, bei dem schon die Bagger arbeiten, aber kein Überseer Bürger wirklich wisse, was hier entstehen soll. Ebenso sorge das Deutz-Gelände für große Verunsicherung bei den Bürgern. Während viele Menschen aus Übersee und der Region händeringend bezahlbaren Wohnraum suchten, würden in Übersee weiterhin teure Zweitwohnungen oder Ferienwohnungen entstehen. Der Ortskern in Übersee sei zu wenig attraktiv, besonders für junge Menschen, meinte Rank. „Übersee ist meine Heimat – im Herzen war ich nie weg. Es tut mir weh zu sehen, wie sich unser Ort entwickelt“, erklärte Rank. Er sei deshalb gerne bereit seinen Beruf hintanzustellen, damit er sich mit voller Kraft für eine positive Entwicklung von Übersee einsetzen könne. „Mein Ziel ist es, ein Bürgermeister für alle Überseer zu sein – Alteingesessene, Zugezogene, Jugendliche und Senioren“, so Rank. Dafür erhielt er viel Applaus und volle Unterstützung von allen Anwesenden.

Bericht und Bilder: Christiane Giesen – Alexander Rank, hier in seinem Überseer Büro, wurde vom Vorstand des CSU-Ortsverbandes als neuer Bürgermeister von Übersee vorgeschlagen.   

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!