Kirche

Rosenheimer bei Heiligsprechung in Rom

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Millionen von Menschen verfolgten über die Medien die jüngsten Heilig-Sprechungen vor tausenden von Menschen auf dem Petersplatz in Rom. Papst Leo XVI sprach dabei auch den Teenager Carlo Acutis, der 2006 im Alter von 15 Jahren an Leukämie verstarb heilig. Dessen Wirken und Schicksal fasziniert zahlreiche Gläubige in aller Welt, so dass es kein Wunder war, dass auch Geistliche und Pilger aus der Erzdiözese München und Freising sowie aus dem Landkreis Rosenheim persönlich vor Ort waren.

Zu denen, die sich auf den Weg nach Rom machten, gehörte auch Pfarrer und Prodekan Fabian Orsetti vom Pfarrverband Stephanskirchen, der für die Pfarreien Schloßberg, Haidholzen, Stephanskirchen, Baierbach sowie Kleinholzen bei Waldering und für 5550 Katholiken Verantwortung trägt.  Er ist als Nachfolger von Domkapitular Daniel Reichel mit diesem und vielen weiteren Seelsorgern beim eindrucksvollen Erlebnis der Heilig-Sprechungen dabei gewesen und hat seine persönlichen Eindrücke wie folgt geschildert:  „Die Teilnahme an der Heiligsprechung von Carlo Acutis und Pier Giorgio Frassati durch Papst Leo XIV. am vergangenen Sonntag in Rom war für mich ein unvergessliches Glaubensfest. Auf dem Petersplatz haben sich über 80.000 Gläubige versammelt, unter ihnen auffallend viele Jugendliche und junge Menschen. Schon in den Straßen Roms war ihre Begeisterung spürbar – die ganze Stadt strahlte Freude und Hoffnung aus. Über 1.000 Priester haben mit dem Heiligen Vater die Eucharistie gefeiert, darunter auch einige aus unserem Erzbistum. Die Atmosphäre auf dem Petersplatz war fröhlich, festlich und geistlich. Für mich persönlich war es bewegend, mitten in dieser Gemeinschaft den Glauben zu feiern und so die Kraft der Kirche spürbar zu erfahren“.

Die beiden neuen Heiligen –  ein starkes Zeichen für die Jugend unserer Zeit

Carlo Acutis (1991–2006), ein in London geborener junger Italiener aus unserer Gegenwart, der die Eucharistie seine „Autobahn zum Himmel“ nannte. Er versuchte, den Glauben im Internet zu verkünden. Er ist der erste Millenniums-Heilige, da er als erster Heiliger im 21. Jahrhundert verstorben ist. Mit 15 Jahren starb er innerhalb weniger Tage an einer aggressiven Form der Leukämie. Sein Grab befindet sich in Assisi.

Pier Giorgio Frassati (1901–1925), Student und leidenschaftlicher Bergsteiger aus Turin, der in der sozialen Nächstenliebe und im Einsatz für die Armen seine Berufung lebte. Auch er schöpfte seine Kraft aus der Eucharistie und prägte das Motto „Verso l’alto – hinauf zu den Höhen“. Auch Frassati verstarb jung im Alter von 24 Jahren nach einer sechstätigen Erkrankung.

Abschließend und noch vor der Rom-Rückfahrt teilt Pfarrer Orsetti mit: „Ich selbst kehre gestärkt von diesem großen Ereignis zurück. Diese Feier hat mir neu vor Augen geführt, dass ein Leben aus der Eucharistie und dem Glauben auch in unseren Tagen gelingen kann und eine Quelle ist, die auch heute unser Leben verwandelt“.

Fotos:  Pfarrer Fabian Orsetti – Eindrücke  von  der jüngsten Heiligsprechung in Rom

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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