Solidarität & Lichtblicke

80. Jahrestag der Vertreibung der Ungarndeutschen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Die Vertreibung der Ungarndeutschen aus ihrer Heimat jährt sich 2026 zum 80. Mal. Aus diesem Anlass hat ein Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München stattgefunden. In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Staatspräsidenten von Ungarn, Dr. Tamás Sulyok, dankte Bayerns Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf den vertriebenen Ungarndeutschen:

„Sie haben unser Land mitgeprägt – mit Ihrer Kultur, mit Ihrem Glauben, mit Ihrer Tatkraft. Dafür danke ich Ihnen! Nach ihrer Ankunft in Deutschland haben Sie tatkräftig am Wiederaufbau des Landes mitgewirkt und sind bis heute Leistungsträgerinnen und Leistungsträger unserer Heimat.“ Außerdem ging Ministerin Scharf auf die Verantwortung Bayerns ein, die Erinnerung an die Vertreibung weiter wachzuhalten: „Was damals war, ist nicht Vergangenheit. Es ist ein Vermächtnis. Wer Frieden will, muss erinnern. Wer Verständigung will, muss zuhören.“ Zugleich unterstrich Scharf die Bedeutung dieses Tages für Europa: „Dass Ungarn 2012 einen nationalen Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen eingeführt hat, ist ein starkes europäisches Signal. Wer Europa will, muss Brücken bauen – Sie sind dafür ein leuchtendes Beispiel!“

Der Gedenkakt wurde vom Haus des Deutschen Ostens, dem ungarischen Generalkonsulat und der Botschaft Ungarns veranstaltet. Als erstes Land hatte Ungarn 2012 einen eigenen Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen eingeführt: Nach den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz mussten diese ihre Heimat verlassen.

Bericht und Foto: Bayerisches Sozialministerium: An die Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren erinnerten (v.r.) Sozialministerin Ulrike Scharf, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Prof. Dr. Andreas Otto Weber vom Haus des Deutschen Ostens und der ungarische Staatspräsident Dr. Tamás Sulyok.


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Toni Hötzelsperger

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