Bei schönster Winterkulisse fand am ersten Adventssamstag der beliebte Wohltätigkeitsbasar der Samerberger Frauengemeinschaft statt. Obwohl seit Gründung des Basars vor 50 Jahren so viele andere Gemeinden eigene Veranstaltungen bieten, dass schier der Überblick verloren geht, kamen auch dieses Jahr die Besucher wieder sehr zahlreich zur stimmungsvoll geschmückten Schulturnhalle.

Die älteren Vereinsmitglieder können sich noch erinnern, wie man sich in den Anfängen mit den Kirchdorfer Frauen ausgetauschte, welche in der Gegend als eine der Ersten einen Basar veranstalteten. Zur Begrüßung sprach denn auch 1. Vorsitzende Gisela Schober über die lange und äußert erfolgreiche Historie des Basars und die vielen guten Werke, die mit dem Erlös getan werden konnten. Denn Zweck der Veranstaltung ist, den gesamten Gewinn sogleich wieder zu spenden.

Heute nicht mehr so stark im Fokus ist die finanzielle Unterstützung bei zahlreichen Kirchenrenovierungen noch zu Pfarrer Blabsreiters Zeiten. Alle Ortskirchen konnten damals auf eine Spende der Frauengemeinschaft zählen. Die Törwanger Orgel erhielt einmal die gesamten Einnahmen und einige wissen vielleicht noch, dass das Törwanger Christkind auch von der Frauengemeinschaft bezahlt wurde, – wie drückte es Pfarrer Gilgenrainer aus: „ein gscheites Kindl, so ein paar Pfund…“ sollte es schon sein, was noch Jahre später zu zahlreichen Lachern führte, da dieses gewichtige Kind, wie es scheint, doch schon einige Pfunde zugelegt hatte. Der größte Teil der Spenden geht heute aber an Einrichtungen wie das Sozialwerk, den Hospizverein, Hilfe für Behinderte und Kranke und weitere in Not geratene Personen.

Aber auch kleinere Projekte, wie die Ministrantenwallfahrt, die Sternsinger oder andere Jugendunternehmungen wurden schon bedacht. In den letzten Jahren wurde auch die Bergwacht mit einem kleinen Betrag unterstützt. Wie Gisela Schober in ihrer Ansprache aufzählte, sind zum Gelingen des Basares auch immer viele Faktoren wichtig. Zunächst muss ein Tannenbaum gespendet werden, denn der Daxenverbrauch ist enorm. Adventskränze und Gestecke aus frischem Tannengrün verbreiten einen einzigartigen Duft in der Halle und stimmen alle Besucher auf den Advent ein.

Dazu kommen die beliebten Weihnachtsguatln, also Plätzchen. Diese werden jedes Jahr von vielen fleißigen Bäckerinnen gespendet und von einem eingespielten Team appetitlich verpackt. Außerdem gibt es Kletzenbrot, Bauernbrot, Quittenbrot, manchmal auch Apfelbrot und Liköre, usw., kurz alles, was Küche und Keller hergeben. Auch die Strickerinnen sind nicht faul: Socken in jeder Größe, Loiferl und Wadlstrümpf`– je nachdem, ob östlicher oder westlicher Samerberg-, Schals, Handschuhe und Taschen werden produziert. Und wer sonst noch was braucht, hier findet er alles was das Herz begehrt: Papier, Holz, Gips und Bienenwachs werden zu den schönsten Dekorationen verarbeitet.

Bei der Zusammenstellung der Waren wird viel Wert auf die Verwendung von natürlichen Materialien gelegt, was dem Basar diesen einzigartigen Charakter verleiht. Für einen stimmungsvollen Einstieg in den Samerberger Advent sorgte wiederum Diakon Günter Schmitzberger mit einer kleinen Andacht, bei der die Waren auch von ihm gesegnet wurden. In guter Tradition sangen die Besucher gemeinsam das erste Adventslied heuer und anschließend war der Verkauf eröffnet. Der gemütliche Austausch zum Ausklang des Nachmittags in der Kaffeebar, vollendete für die Besucher diesen ersten schönen Adventssamstag des Jahres. Zum Abschluß lässt sich sagen, dass auch dieser Basar wieder ein voller Erfolg war und die Besucher sich wie alle Jahre sehr großzügig gezeigt haben. Das bisher noch nicht endgültige Ergebnis liegt sogar noch über den Einnahmen des letzten Jahres und wird bei der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 2026 beim Entenwirt bekanntgegeben, wozu jetzt schon alle Vereinsmitglieder herzlich eingeladen sind.
Text: Gertraud Maurer, Schriftführerin – Fotos: Rainer Nitzsche

















