Am heutigen 19. März ist Josefitag, dieser Namenstag des Heiligen Josef war lange Zeit in Bayern ein gesetzlicher Feiertag. Auch ohne Feiertag wünschen wir allen Josefs und Josefinen alles Gute zu ihrem Festtag.

Zur Verehrung des Heiligen Josef findet sich auf wikipedia folgender Eintrag:

In der Ostkirche wurde der hl. Josef schon sehr früh verehrt, in der Westkirche dagegen erst ab etwa 850 und nur sehr zögernd, da das juristische Vaterschaftsverhältnis im Mittelalter als schwer verständlich galt; eine theologische Profilierung seiner Persönlichkeit als Vater Christi sowie Ehemann der Maria und Verteidiger ihrer Jungfräulichkeit (Defensor virginitatis) setzte ab dem 15. Jahrhundert bei Gerson, d’Ailly und Bernhardin von Siena ein. Seit dem 17. Jahrhundert wurde der hl. Josef, der der Überlieferung zufolge im Schoß Mariens und im Beisein Jesu starb, zum Schutzpatron der Sterbenden; seine Verehrung als Zuflucht für Sterbende (Refugium agonizantum) wurde neben den Karmeliten besonders von den Jesuiten gefördert.

Papst Pius IX. erklärte den heiligen Josef 1870 zum Schutzpatron der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. würdigte in seiner Enzyklika Quamquam pluries vom 15. August 1889 nachdrücklich die hervorragende Verehrung des heiligen Josef. Das Leben des heiligen Josef und die Enzyklika wurden zum 100. Jahrestag am 15. August 1989 von Papst Johannes Paul II. mit dem apostolischen Schreiben Redemptoris custos gewürdigt. Im 20. Jahrhundert wurden dem heiligen Josef mehr katholische Kirchen geweiht als irgendeinem anderen Heiligen (die Patrozinien der Gottesmutter ausgenommen). Bestimmte kirchliche Gebäude werden nach seinem Patronat als Josefinum bezeichnet. Seit 1679 war der heilige Josef Schutzpatron der Spanischen Niederlande und ist Schutzpatron Belgiens und der Kroaten.

Pius XII. führte 1955 als kirchliches Pendant zum weltweit am 1. Mai begangenen Tag der Arbeit den Gedenktag Hl. Josef der Arbeiter ein. Josef war in der biblischen Überlieferung als Bauhandwerker tätig und gilt so traditionell als Patron der Arbeiter, insbesondere der Zimmerleute und Holzfäller. Er gilt auch als Schutzpatron der Jungfrauen und der Eheleute. Die Einfügung des Gedenktags in den liturgischen Kalender war eine Reaktion der Kirche auf die soziale Bewegung. Der heilige Josef wurde von Papst Johannes XXIII. neben der Gottesmutter Maria zum besonderen Schutzpatron des Zweiten Vatikanischen Konzils bestimmt und seine Anrufung in das erste Hochgebet, den Canon Missae, eingefügt. Mit Dekret der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 1. Mai 2013 wurde die Erwähnung des heiligen Josef auch für die Hochgebete II bis IV verfügt.

Papst Franziskus hat am 8. Dezember 2020, 150 Jahre nachdem Pius IX. den Heiligen Josef zum Schutzpatron der Kirche ausgerufen hat, ein „Jahr des Hl. Josef“ ausgerufen und das Apostolische Schreiben Patris Corde veröffentlicht.

Bericht: wikipedia – Fotos: Titel: stock.adobe.com | zatletic

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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