Kirche

Zum 150. Geburtstag der Gründerin des kath. Frauenbund in Bayern

Die Gründerin des katholischen Frauenbundes in Bayern Ellen Ammann
 hätte heuer ihren 150. Geburtstag gefeiert, wofür der Landesverband Bayern ursprünglich ein eigenes Fest mit einem besonderen Programm in München plante. Infolge der Corona-Krise musste dieses natürlich abgesagt werden. Die Zweigverein des Frauenbundes in Prien erinnert nun wie folgt an Ellen Ammann.

Gerade auch in Coronazeiten denken wir an den 150. Geburtstag unserer Gründerin Ellen Ammann. Der Landesverband (LV) in Bayern hatte dazu keine Mühe gescheut und mit viel Fleiß ein besonderes Programm zusammen gestellt — leider stand nur alles auf dem Papier.

Am 4. Juli hätte es in München geheißen: „Weck die Ellen Ammann in Dir!“
. Die Stockholmerin heiratete 1890 den Münchner Arzt Ottmar Ammann, folgte ihm nach München, schenkte 6 Kindern das Licht der Welt und verfolgte einen außergewöhnlichen, unermüdlichen Lebensweg.
 Zu Ihrem Lebensweg passend wurden vom LV verschiedene Stationen aufgegriffen:
 Ein Festgottesdienst, eine Suppenküche, ein In Via Café, eine Bahnhofsmission, geistliche Impulse zur frühchristlichen Diakonie am Grab von Kardinal Faulhaber.
 Alles Stationen, die unsere Gründerin ins Leben gerufen hat und heute noch vor Ort sind z. B. die kath. Stiftungsschule, das Ellen Ammann Seminarhaus (Unterstützung Mädchen/Frauen) die Bahnhofsmission usw.
 Der Höhepunkt wäre „ein Hoch“ vor dem bayerischen Landtag gewesen.

Als Landtagsabgeordnete ab 1919–1932 (†) war Sie nach der neuen Gesetzgebung, eine der ersten Frauen in unserer Politik.
 Heute zählt der Dachverband des KDFB über 220 000 Mitglieder. Unser Zweigverein (ZV) Prien – 144 Mitglieder – ist ein Teil davon. Viele Verbindungstüren greifen von oben nach unten.

Der KDFB mit seiner christlichen Orientierung ist gesellschaftspolitisch engagiert, setzt sich besonders für die Gleichstellung der Frauen im Beruf, der Lohnanpassug (Equal pay day), Mütterrente usw. ein.
 Ein kleiner Wermutstropfen bei allen ZV ist die kontinuierliche Beitragsangleichung, angefordert durch den Dachverband, auch wenn es nur Centbeträge sind.
 Berechtigt oder nicht?! – es steht sehr viel dahinter, Löhne, Mieten, Fachliteratur, Informationen, Unterstützung für den Verbraucherservice, das Familienpflegewerk, politische Frauenpower usw.

Liebe Frauenbund-Frauen, auch wenn in diesem geplagten Jahr 2020 unser gemeinsames Jahresprogramm schlummert, keine Mitgliederversammlung stattfand (wird nachgeholt), der Tagesausflug und Handarbeitsmarkt noch fraglich sind, so hoffen wir – mit Gottvertrauen – auf Lichtblicke in baldiger Nähe.
 Eine Freude ist es für uns, dass wir 9 Neumitglieder in unserem ZV begrüßen dürfen. Wir freuen uns auf ein gutes Miteinander.

Wo Licht ist, ist auch Schatten
. Traurig haben wir in Stille Abschied genommen von unseren treuen Mitgliedern Maria Rappel, Elisabeth Wölfl, Frieda Aß, Elisabeth Weise. O Herr gib Ihnen die ewige Ruhe.

Text: Brigitte Strohmayer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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