Tourismus

Wiedereröffnung: Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museum

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit der Sonderausstellung „Auerochsen – eine Spurensuche“, darf pünktlich zu den Pfingstferien am Samstag den 30. Mai das Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museum wieder seine Pforten öffnen. Auch der SteinZeitGarten wird wieder geöffnet sein, die legendären SteinZeit-Donnerstage müssen jedoch vorerst ohne das beliebte Stockbrot am Lagerfeuer auskommen.
Die Sonderausstellung „Auerochsen – eine Spurensuche“ befasst sich in mehreren Themenbereichen mit einem durch den Menschen ausgerotteten jahrhundertelangen Wegbegleiter, den man nun versucht in mehreren Züchtungs- und Aussiedlungs-Projekten wieder ins Leben und die Natur zurückzuholen. Neben eindrucksvollen gewaltigen Exponaten von Schädelfunden und Hörnern des großen Urtieres werden Themenbereiche wie die gemeinsame Geschichte des Menschen und des Auerochsen, die Biologie und der Lebensraum oder die Jagd und das Aussterben ebenso aufgearbeitet wie die wissenschaftliche Arbeit an der Rückkehr oder dem Neuanfang der Rasse. Erste Erfolge zeigen sich dabei besonders für die Natur in den Weidegebieten der Zuchtrassen, die mit ihrer dabei entstehenden Artenvielfalt zu den „Hot Spots der Biodiversität“ in Europa gehören.
Die Ausstellungsexponate wurden dem Siegsdorfer Museum vom UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch, das der Verwaltung der staatl. Schlösser und Gärten Hessen angehört, zur Verfügung gestellt und vom Museumsteam unter der Leitung zweier kompetenter Mitarbeiter aus dem „ Freilichtlabor Lauresham“ aufgebaut.

Geöffnet ist das Museum wieder ab kommenden Samstag den 30. Mai täglich von 10 bis 18 Uhr, natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygiene – und Abstandsregeln. Die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen erlauben nur einen gleichzeitigen Zugang von 58 Personen ins Museumsgebäude, Mund-Nasenschutz ist vorgeschrieben. Für den bestmöglichen Schutz der Besucher wurde auch ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet.

Bericht und Fotos: Franz Krammer – DSCF5544: Im Vergleich zum Auerochsen (rechts) erscheint der Schädel eines Steppenwisent eher klein.

DSCF5547: Ungarische Steppenrinder (Schädel rechts) werden wegen ihrer extrem langen Hörner in die Auerochsen-Rückzugslinien eingekreuzt

DSCF5551: Aus den riesigen Auerochsen-Hornscheiden wurden oft mit Edelmetall beschlagene Trinkhörner gefertigt.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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