Tourismus

Wanderung zum idyllischen Schnappenkircherl in den Chiemgauer Alpen. 

Veröffentlicht von Günther Freund

Es ist der kalendarisch letzte Sommertag, morgen ist Herbstbeginn. Ein Freund von mir war noch nie bei der Schnappenkirche, einem der Highlights im Chiemgau – das soll sich heute ändern.

Anstiegsmöglichkeiten zur Schnappenkirche oder St. Wolfgang auf dem Schnappenberg gibt es mehrere: zwei von Staudach-Egerndach aus und einer von Marquartstein.  Der direkte Anstieg von Staudach-Egerndach ist steil, erfordert Trittsicherheit und ist oft recht dreckig, wer das scheut, nimmt besser den Umweg über die Staudacher Alm, in der man auch gut einkehren kann. Der bequemste Weg führt von Marquartstein hinauf. Ich kenne alle drei Anstiege und entscheide mich heute für den von Marquartstein.

Wir starten die aussichtsreiche Wanderung zum historischen Schnappenkircherl (1113  m) beim Wanderparkplatz oberhalb der Burg (610 m).  Der bequeme Weg mit moderater Steigung verläuft unter dem Predigtstein hauptsächlich durch Wald, es gibt aber auch schöne Ausblicke auf Marquartstein, das Obere Achental und die Chiemgauer Berge vom Staffn über Friedenrath,  Hochplatte bis zum Geigelstein und Breitenstein. Es sind auch ein paar Mountainbiker unterwegs und auf halber Strecke begegnet uns eine Gruppe fröhlicher Kinder, eine Schulklasse, die von der Staudacheralm herunterkommt. Wir fragen sie, ob es ihnen gefallen hat, was wir uns ob der strahlenden Augen hätten ersparen können – sie fanden ihren Schulausflug toll.

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Nach einer Kurve stehen wir dann plötzlich vor dem Schnappenkircherl und dem danebenstehenden Schnappenberg-Almkreuz. Die kleine Kirche ist dem heiligen Wolfgang von Regensburg geweiht und gehört zur Pfarrei Staudach-Egerndach.  Sie wurde 1640 anstelle einer hölzernen Kapelle als Gedächtniskirche für Graf Marquart von Hohenstein (Erbauer der Burg Marquartstein) errichtet. Der Legende nach wurde der Graf an dieser Stelle bei der Jagd ermordet.

Ein paar Wanderer sitzen auf den Bänken vor dem Kircherl und genießen den  traumhaften Panoramablick auf die darunterliegenden Ortschaften von Grassau über Staudach-Egerndach bis hinüber nach Übersee, auf das Kendlmühlfilz und vor allem den grandiosen Blick auf den Chiemsee mit seinen Inseln – einfach ein fantastischer Ort. Auch wir setzen uns auf eine Bank, machen Brotzeit und können uns kaum satt sehen.

Nach einem Blick ins Innere der recht einfach ausgestatteten barocken Kirche machen wir uns auf den Weg zurück ins Tal, auf demselben Weg wie beim Aufstieg.

 

Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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