Freizeit

Wander-Tipp: Winterwanderung auf die Kneifelspitze

Die Kneifelspitze ist ein Berg, der eigentlich «immer geht», insbesondere auch im Winter, da die harmlosen Wege meistens gut gespurt sind. Deshalb bietet sich diese Wanderung auch als Schneeschuhwanderung an. Direkt auf dem Gipfel thront die kinderfreundliche Paulshütte, welche normalerweise fast das ganze Jahr über geöffnet ist und zu einer schmackhaften Brotzeit einlädt (derzeit wegen Corona leider geschlossen).

Was aber den Reiz dieser Familientour erst ausmacht, das ist das grandiose Panorama von der Gipfelterrasse aus über ganz Berchtesgaden hinweg bis auf das klassische Watzmann-Massiv. Weiterhin schweift das Auge vom Hohen Göll über das Hagengebirge, das Steinerne Meer, Hochkalter, Reiteralm und Lattengebirge bis zum Untersberg im Norden. Wer die drei Minuten bis zum anderen Ende des Gipfels geht, genießt bei schönem Wetter auf einer der Rastbänke die Aussicht über die Mozartstadt Salzburg.

Startpunkt:

Maria Gern (Klammlstraße) 728 m, GPS-Wegpunkt für’s Handy: N47 39.258 E13 00.123.

Anfahrt:

  • PKW: Über die Autobahn A8 München-Salzburg zur Ausfahrt Bad Reichenhall und weiter Richtung Berchtesgaden. In Bischofswiesen biegen wir links in die Aschauerweiherstraße ein und folgen dieser bis nach Anzenbach. Die Straße geht in die Locksteinstraße über, welche wir aber bereits nach wenigen Metern wieder links in die Gerner Straße verlassen. Der Wanderparkplatz befindet sich unterhalb der Wallfahrtskirche Maria Gern, Fahrtzeit von Prien 1 Std.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn bis nach Berchtesgaden, von dort aus (Busbahnhof) weiter mit dem RVO-Bus 837 zur Haltestelle Maria Gern.

Aufstieg:

Direkt bei der Wallfahrtskirche gehen wir auf der zuerst sehr steilen Fahrtstraße hinauf bis zur ersten Kehre und einem Wegweiser, welcher sowohl nach links als auch nach rechts zur Kneifelspitze weist. Der linke Weg ist etwas kürzer, während der rechte Weg über die Marxenhöhe führt und schon hier unten schöne Blicke auf den klassischen Watzmann bietet. Beide Wege kommen später wieder zusammen, deshalb wählen wir für den Aufstieg die linke Variante. Hier bleiben wir auf der Forststraße bis zu einem Wanderparkplatz. Wir betreten diesen und folgen an seinem gegenüber liegenden Ende den Aufstiegsspuren, die uns bald in den Wald hinein führen. Bald erreichen wir eine Gabelung, wo von rechts der Weg von der Marxenhöhe eintrifft. Wir halten uns links und bleiben bei mäßiger Steigung im Waldgelände, müssen aber über einige Kehren im Zickzack kurz steil aufsteigen. Nach einer Gesamtgehzeit von 1 1/4 Stunden treffen wir unvermittelt auf eine Fahrtstraße, welche von Berchtesgaden hinaufführt. Über diese erreichen wir in 10 Minuten den Gipfel mit der Paulshütte.

Abstieg:

Auf dem gleichen Aufstiegsweg gehen wir hinunter bis zu der Stelle, wo beide Aufstiegsvarianten zusammentreffen. Nun bleiben wir auf dem geradeaus führenden Weg, welcher uns über die Marxenhöhe (hier wiederum schöne Blicke auf den Watzmann) bis zur untersten Wegegabelung und danach zur Wallfahrtskirche hinunter bringt.

  • Dauer: Aufstieg und Abstieg je 1,5 Std.
  • Höhenunterschied: 460 hm
  • Lawinengefahr: kaum, wenn man auf der beschriebenen Route bleibt.
  • Schwierigkeit: leichte Bergwege, in der Regel gespurt sowie zu Beginn und kurz vor dem Gipfel breite Forststraße. Kurzzeitig steil (gleich zu Beginn auf der Forststraße).
  • GPS-Download auf www.roBerge.de

Text und Fotos: Reinhard Rolle / www.roberge.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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