Freizeit

Wander-Tipp: durch die Wolfsschlucht zur Hohen Asten

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Philosophenweg ist eine von steilen Wänden eingerahmte Schlucht, durch die der Markbach in vielen Kaskaden, Wasserfällen und Gumpen ins Tal nach Fischbach fließt. Am eindrucksvollsten sind die Wassermassen nach Regenfällen. Der romantische Weg wurde bereits im 19. Jahrhundert erbaut, um den Sommergästen, die teilweise von weither kamen, einen eindrucksvollen Spazierweg durch die Wolfsschlucht zu bieten. Wölfe gibt es hier schon lange nicht mehr, doch wird man hier sicher Feuersalamander, Kröten und Spinnen antreffen. Der Weg ist kurzzeitig mittelschwer, geht aber später in eine Forststraße über. Trotzdem sollten nur größere Kinder diese Tour begehen.

Start:

Fischbach am Inn, Parkgelegenheit am Ende der Markbachstraße

Wegpunkt für’s Handy: N47 42.647 E12 08.397

Wir biegen im Zentrum von Fischbach südlich in die Markbachstraße ein und fahren nach den Häusern zwischen ein paar Bäumen hindurch bis zu einer Brücke. Entweder fahren wir über die Brücke und parken nach dieser rechts (Achtung: auf der anderen Seite Privaparkplätze), oder suchen eine Parkgelegenheit vor der Brücke.

Die Tour:

Der Philosophenweg führt uns die erste halbe Stunde durch die dunkle Wolfsschlucht immer am Bach entlang. Einmal muss eine Brücke überquert werden, danach kommt eine kleine Stelle, an der wir am besten die Hände zu Hilfe nehmen. Bald stoßen wir weiter oben auf eine Forststraße, in die wir links einbiegen. Bei den nächsten zwei Abzweigungen halten wir uns einmal rechts und danach links. Nun befinden wir uns auf dem Wirtschaftsweg, der uns auf die freie Hochebene beim “Bauern am Berg” bringt. Rechts erblicken wir den bewaldeten Madron, vorne ragt der steile Zahn der Maiwand in die Höhe, und links führt unser Weg zur Hohen Asten. Diese erreichen wir nach weiteren 40 Minuten.

Nach der obligatorischen Einkehr wandern wir zurück bis zu der Hochebene beim “Bauer am Berg”, beachten unseren vorigen Aufstiegsweg nicht und gehen stattdessen geradeaus weiter. Kurz darauf hätten wir die Gelegenheit, dem Petersberg mit dem ehemaligen Benediktinerkloster einen Besuch abzustatten. Hierzu können wir entweder rechts einen kleinen, etwas ausgesetzten Steig benutzen oder kurz darauf bei der großen Gabelung dem Wirtschaftsweg folgen.

Ansonsten gehen wir geradeaus weiter und folgen der Beschilderung nach Flintsbach. Zwischen dem Turm der Ruine Falkenstein und der darunter liegenden Mauer beginnt der Höhenweg nach Fischbach. Wir wandern leicht bergab, bald auf eine Fahrstraße gelangend, auf den Steinbruch zu. Die Straße führt 200 Meter über einen öffentlichen Weg durch den Steinbruchs und bei einem Werksgebäude links zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wer den Steinbruch nicht begehen will, gelangt über den Ort Fischbach zurück zum Ausgangspunkt.

Informationen kompakt:

Dauer: ca. 3 Std. 15 Min.

Höhenmeter ca. 660 hm

Einkehrmöglichkeiten: Hohe Asten

Schwierigkeit: in der Wolfsschlucht für einige Meter mittel, ansonsten Forststraße und einfacher Bergweg

Mehr Info und GPX-Track zum Download:  www.roberge.de/tour.php?id=1299


Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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