Brauchtum

Wahlen bei den Neubeurer Gebirgsschützen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Vertrauensvolle Zusammenarbeit, Bestand, Kameradschaft, sicherer Blick in die Zukunft – dies war 50 Jahre die Triebfeder für die erfolgreiche Arbeit der Gebirgschützenkompanie Neubeuern. Dies gilt auch heute noch  wurde bei Jahreshauptversammlung deutlich.  Von den 37 wahlberechtigten Kameraden, darunter Ehrenhauptmann Günther Hochhäuser, Ehrenoberleutnant Peter Prankl, die Ehrenleutnant Franz Steinkirchner und Max Tiefenmoser wurde bei der diesjährigen Versammlung im Beurer-Hof  Hauptmann Sepp Stadler für die nächsten drei Jahre wieder gewählt.

Auch die weitere Kompanieführung mit Oberleutnant und Stellvertreter Georg Winkler, Leutnant Sebastian Heibler wurden bestätigt. Der Kompanie vorangehen wird als Fähnrich auch zukünftig Hans Heibler, die Kompaniekasse verwaltet Erwin Schön und Rainer Tremmel zeigt als Kompanieschreiber Verantwortung. Ein Jahr  voll Ungewissheit, Zweifel, Unsicherheit bestimmte unsere eigentliches Jubiläumjsjahr mit der geplanten Feier zum 50 jährigen Wiedergründungsfest. Das Jahr 2019 konnte schon nicht mehr in der gewohnten Weise beendet werden  bilanzierte Hauptmann Stadler. Das “Coronajahr”2020 forderte uns stark. Wo es möglich war konnten unter den Auflagen  kleine Aktiviäten wie Schießabende abgehalten werden. Feierlichkeiten zu Geburtstagsjubiläen fielen aus, selbst Beerdigungen, wie von Hauptmann und Gründungsmitglied Wast Heibler, Ehrenleutnant und Wiedergründer Hans Poll sowie drei weiterer Schützenkameraden konnten nur unter erschwerten Bedingungen  mitgetragen werden. Anerkennung und Ehrung seien Ihnen allzeit gewiss – bekundete der Hauptmann. Die Pandemie stärke aber auch den Zusammenhalt. Arbeiten wurden aufgeteilt, jeder fand seinen Platz und seine Aufgabe.  So bei den Renovierungsarbeiten am Haschl-Berg. Hier wurde nach genauem Arbeitsplan gerodet, gesägt, gehammert, Erdarbeiten verrichtet, gestrichen.Der Aussichtspunkt in das Inntal wurde wieder zu einem Bezugspunkt gemacht, bestätigte auch Bürgermeister Christoph Schneider  in seinem Grußwort. Das Fest zum 50 jähjrigen Wiedergründungsfest fiel aus, verbunden blieb man  noch mit den Kameraden der anderen Kompanie. Eine Abordnung konnte nach Burgstall/Südtirol fahren, um der befreundeten Kompanie bei ihrem Jubiläum  zu gratulieren. Fahne zeigte man beim Patronatstag in Beuerberg, der diesmal in besonderer, beeindruckender Weise stattfand. Man half sich gegenseitig aus. Wer Festvorbereitungen getragen hatte, dem wurden  Festzeichen abgenommen, um die Finanzen auszugleichen. Kompanieübergreifend so Hauptmann Stadler, hat sich in dieser Zeit der Pandemie gezeigt, auf das Schützenwesen ist Verlaß. Ein Tag der sichtlichen Befreiung, Freude, Kameradschaft war das Bataillion- Wiedergründungsfest welches im heurigen Frühsommer auf dem Marktplatz von Neubeuern gefeiert werden konnte. Ein weißblauer Himmel begeleitete das Fest mit Gottesdienst, Rückblick, Ehrungen und einem kleinem Festzug mit Defille. Beeinträchtigt war auch das Bundesschießen mit den örtlichen Vorbereitungen und Übungsschießen. 26 Kameraden der Neubeurer Kompanie beteiligten sich daran.  Der Protollbericht von Rainer Tremmel, der auch das Jahr 2019 beinhaltete, sowie der Kassenbericht von Erwin Schön erhielten beifallende Anerkennung der Kameraden.  Die Kompanie zählt 19o zahlende Mitglieder, die Kompaniekasse ist auch durch zahlreiche Spenden und Zuschüsse in einem guten Zustand. Dies bestätigten auch die Kassenprüfer Gerhard Kircher und Hermann Anzenberger, der die Entlasssung vornahm. Beim Nikolausdienst der Kameraden konnte 2019 ein Betrag von rund 1100.-E durch Spenden erzielt werden, welcher wieder so weiter geleitet wurde. 2020 fiel der Dienst aus, heuer wollen wir es wieder tun, bemerkte Initiator Hans Heibler  Unser zukünftiges Augenmerk muß nun der Verjüngung der Kompanie gelten, appelierte Hauptmann Sepp Stadler.  Der Spielmannzug, wo jungen Mädchen und Buben ausgebildet werden ist ein Teil. Uns fehlt aber das “Mittelalter” bemerkte Stadler. Jeder der unsere Werte achtet, Kameradschaft sucht, Freude am Schießsport hat,unter fachlicher Anleitung, ist gerne bei uns willkommen.  Auch die Freude am Feiern wird nicht zu kurz kommen. Bürgermeister Christoph Schneider, er war auch der Wahlleiter des Abend bekundete seine Nähe, teilte die Freude am gelungenen Fest auf dem Marktplatz, wo er in seiner Bürgermeisterfunktion erstmals eine Schirmherrschaft übernehmen durfte.

Bericht und Bilder: Thoms Schwitteck

Foto zeigt v.l.Spielmannszugleiter Florian Möderl, Stell. -Oberleutnant und Schützenmeister Georg  Winkler, Bürgermeister Christoph Schneider, Hauptmann Sepp Stadler, Kompanieschreiber Rainer Tremmel, Leutnant Wast Heibler, Kassenverwalter Erwin Schön, Fähnrich Hans Heibler
Geschenkübergabe zu den Jubiläen wurde nachgereicht von Wast Heibler -links und Hauptmann Sepp Stadler an Norbert Fritz, Herbert Paul zum 70. Geburtstag und Rupert Poll zum 80. Sten

Bürgermeist Christoph Schneider bei der Begrüßung- kameradschaftliche Verbundenheit über viele Jahre  – Foto-  zweiter v.l. Ehrenoberleutnant Peter Prankl

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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