Kirche

Vizeoffizial Peter Förster übernimmt Leitung des Erzbischöfliches Offizialats

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Vizeoffizial Domvikar Peter Förster nimmt jetzt in der Leitung des Erzbischöflichen Konsistoriums und Metropolitangerichts (Offizialat) München die Aufgaben von Offizial Prälat Lorenz Wolf wahr. Wolf lässt in Absprache mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, infolge der kürzlich erfolgten Veröffentlichung des externen Gutachtens zum sexuellen Missbrauch in der Erzdiözese München und Freising sein Amt als Offizial derzeit ruhen.

Domvikar Förster war bisher als Vertreter der Erzdiözese Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in der Erzdiözese München und Freising (UAK). Um etwaige Interessenkonflikte auszuschließen, hat er den Erzbischof darum gebeten, ihn von der Mitgliedschaft in der Kommission zu entbinden. Kardinal Marx hat dieses Gesuch zum 2. Februar angenommen.

Über eine mögliche Nachfolge für Domvikar Förster in der Kommission wurde noch nicht entschieden. Die UAK besteht aus vier unabhängigen, von der Staatsregierung benannten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung, die persönliche und/oder fachliche Erfahrung mit Prozessen der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Institutionen mitbringen. Außerdem gehören der UAK zwei Vertreter des Betroffenenbeirats sowie eine Vertreterin des Diözesanrats der Katholiken an. Durch das Ausscheiden von Domvikar Förster ist aktuell kein hauptamtlicher Mitarbeiter der Erzdiözese mehr Mitglied der UAK. Der Generalvikar des Erzbischofs, Christoph Klingan, und die Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats, Stephanie Herrmann, nehmen in der Regel als Gäste an den Sitzungen teil. Auf entsprechenden Wunsch der Kommission kommen zu bestimmten Tagesordnungspunkten auch weitere fachlich zuständige Mitarbeitende der Erzdiözese hinzu. Die UAK wird sich zeitnah mit dem Inhalt des neuen Gutachtens zum sexuellen Missbrauch in der Erzdiözese auseinandersetzen.

Die Aufgaben des Amts des Domdekans, das Prälat Wolf derzeit ebenfalls ruhen lässt, nimmt vorübergehend Dompropst Weihbischof Bernhard Haßlberger wahr. Kardinal Marx forderte Wolf in einem Schreiben mit entsprechender Fristsetzung neuerlich zu einer Stellungnahme zu dem Gutachten und den darin gegen ihn erhobenen Vorwürfen auf. (ps)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger – Deckengemälde in der Kirche St. Jakobus in Prien-Urschalling

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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