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Teddybärkrankenhaus Rosenheim trotz Corona ein Erfolg

Eigentlich hätte das Teddybärkrankenhaus Rosenheim von 12. bis 14. März 2020 im Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim stattfinden sollen. Die Vorbereitungen waren von dem Medizinstudenten Nico Hanny (29 Jahre) und seiner Freundin Magdalena Schmid (Zahnmedizinstudentin, 27 Jahre) bereits abgeschlossen, aber das Risiko eine Kettenreaktion an Quarantänemaßnahmen auszulösen war ihnen einfach zu groß.

Die fast 100 Ehrenamtlichen kommen hauptsächlich aus den medizinischen Bereichen und arbeiten selbst als Ärzte oder Pflegepersonal in verschiedenen Krankenhäusern oder als ErzieherInnen in Kindergärten. Die Lösung war für Nico Hanny klar, man muss das Teddybärkrankenhaus digitalisieren! 688 fertig gepackte Apothekentaschen mit Stethoskop, Anamnesezettel, Müsliriegel und weiteren Materialien, welche durch die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim und weiteren Sponsoren ermöglicht werden, wurden an die Kindergärten verteilt oder von privaten Leuten abgeholt. „Insgesamt kamen circa 35 Personen zum Abholen und wir hatten auch vor Ort Hygienemaßnahmen vorgenommen.“ berichtet Nico Hanny. Zudem wurde das Teddybärkrankenhaus in klein aufgebaut und verschiedene Videos produziert.

Neben dem richtigen Händewaschen und -desizinfizieren können die Kinder in einem anderen Video zu Hause trotzdem in die Arztrolle als Teddydoc schlüpfen. Die benötigten Materialien werden unter den Videos angezeigt. Nach dem Teddydoc geht es mit Magda zum Zähne putzen und ältere Kinder können mit Nico und dem Organteddy Berni etwas über ihren eigenen Körper lernen. Aber auch Eltern können mit den Kindern zusammen bei der Zuckerstation einen Einblick in gesunde Ernährung bekommen und bei der Station Erste Hilfe von den Maltesern Rosenheim ihre Erste Hilfe Kenntnisse auffrischen. Das alles gibt es kostenlos auf der Website www.teddybaerkrankenhaus-rosenheim.de zum mitmachen und nachspielen.

Nico Hanny zeigt damit, wie man auch zu Corona-Krisenzeiten das Beste aus der Situation machen kann. „Natürlich können wir den menschlichen Kontakt nicht durch das Internet und Videos ersetzen, aber wir können informieren und den Kindern dadurch auch zu Hause die Angst vor dem Arzt und Krankenhaus nehmen.“ Für die Eltern und Kinder, die momentan zu Hause bleiben müssen, gibt es hiermit auch eine abwechslungsreiche und schöne Beschäftigung.

Wer das Projekt unterstützen oder mehr darüber erfahren möchte, findet weitere Informationen auf www.teddybaerkrankenhaus-rosenheim.de.

Bericht und Fotos: Teddybärkrankenhaus Rosenheim

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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