Brauchtum

Sebastiani-Wallfahrt 2021

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Gebirgsschützenkompanie Rosenheim berichtet von der heurigen Sebastiani-Wallfahrt: Auch der Beginn des Jahres 2021 war noch geprägt von den Schrecken der Corona-Pandemie. Staat und Kirche, Vereine und Organisationen aber auch die Menschen allgemein klagen unter den sich ergebenden Einschränkungen zur Abwehr der Corona-Pandemie weltweit.

Auch in früheren Jahrhunderten wütete in ganz Europa, aber besonders während der Zeit des 30-jährigen Krieges der „Schwarze Tod“, die Pest und raffte ein so Unzahl von Menschen hinweg.  Und so lag es nahe, dass sich die gläubigen Menschen Märtyrern, die als ihre Fürsprecher fungieren sollten, anvertrauten und um ihre Hilfe baten. Bereits um 1600 bestand in Pang eine Sebastiani-Bruderschaft „um ein seliges Ende und Abwendung aller Übel des Leibes und der Seele, besonders der verheerenden Pest.“ Seit alters her pflegte man aus vielen Gemeinden eine Wallfahrt nach Heilig Blut zum dortigen Sebastiani-Altar.

Diese Wallfahrtstradition hatte vor vielen Jahren die Gebirgsschützenkompanien Rosenheim wieder aufgenommen, denn neben der Patrona Bavariae ist der Heilige Sebastian auch Schutzpatron der Schützen. Wenn auch in diesem Jahre eine Wallfahrt in „größerem“ Umfang aufgrund der bekannten Umstände nicht möglich war, so gedachten die Gebirgsschützen doch am Namenstag des Heiligen mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig-Blut. Neben der Ortskompanie waren auch die Vertreter der unmittelbaren Nachbarkompanien Aibling und Raubling vertreten.  Sowohl der Landesvorsitzende des Bayernbundes Sebastian Friesinger als auch der langjährige zweite Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Anton Heidl waren als treue Wallfahrer anwesend. Durch diesen feierlichen Gottesdienst, den Kompaniepfarrer Geistl. Rat Andreas Maria Zach zusammen mit Pfarrvikar Mathias Klein-Heßling zelebrierten, zeigten die Gebirgsschützen, dass sie sich trotz der Einschränkungen nicht unterkriegen lassen und bereit sind Krisen zu meistern und durchzustehen sowie an den Traditionen festhalten.

Bericht und Foto: Günter Reichelt, GSK Rosenheim

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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