Leitartikel

Samerberg: Erkundungsbohrungen für Brenner Nordzulauf haben begonnen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch im Samerberger Gemeindegebiet haben die Erkundungsbohrungen für den Brenner-Nordzulauf begonnen. Das erste Bohrgerät wurde in diesen Tagen nahe dem Ortsteil Untereck aufgestellt und in Betrieb genommen.
Die geologischen Ergebnisse sollen den Untergrundaufbau für die weiteren Vorplanungen beleuchten, heißt es von der DB Netz AG.
Entlang der violetten Auswahltrasse werden Erkundungsbohrungen und Drucksondierungen durchgeführt. Die Dauer der Bohrungen hängt von der Bohrtiefe ab und können bis zu vier Monate dauern. In Untereck wolle man rund 250 Meter tief bohren, hieß es in der Mitteilung der Bahn an die Gemeinde. Dort solle auch eine Grundwassermessstelle betrieben werden.
Nach Angaben von Bürgermeister Georg Huber seien drei weitere Bohrstandorte vorgesehen: nahe Steinkirchen, am Parkplatz zwischen Schilding und Roßholzen sowie zwischen Haus und Sulzberg.
„Wir möchten in diesem Zusammenhang betonen, dass der ausgewählte Bohrpunkt allein durch das geologische Erkundungsinteresse bestimmt wird. Natürlich wird dadurch nicht über die Zulassung des Eisenbahnprojekts entscheiden“, so die Bahn in der Mitteilung.
Die Regierung von Oberbayern hat die Bohrungen Mitte Oktober genehmigt. Das Landratsamt Rosenheim hat die wasser- und naturschutzrechtliche Belange geprüft.
Als Vorzugstrasse wurde im April diesen Jahres die sogenannte violette Trasse vorgestellt, die einen 12 Kilometer langen Tunell unter dem Samerberg vorsieht.
Im September hatte der Samerberger Gemeinderat -wenn auch nur mit  knapper Mehrheit  von 7:6 Stimmen- den Erkundungsbohrungen auf Gemeindegrundstücken zugestimmt.

Fotos: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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