Brauchtum

Musikkapelle Wildenwart: Jahreskonzert 2018

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„In der Musik zieht die Freude des Daseins bei einem Ohr hinein und zum anderen Ohr hinaus“ – die Gültigkeit dieses Zitats des österreichischen Schriftstellers Otto Stoessl, mit dem Vorstand Helmut Rosenwink die Besucher begrüßte, unterstrich die Musikkapelle Wildenwart bei ihrem Jahreskonzert in der bis auf den letzten Platz besetzten Frasdorfer Lamstoahalle.

Den Auftakt bestritten die jüngsten Musikanten der Zwegerlkapelle unter der Leitung von Eva-Maria Gruber. Sie ließen sich die Nervosität in keinster Weise anmerken und begeisterten die Zuhörer unter anderem mit dem fast unaussprechlichen Titel „Superkalifragilistikexpialigetisch“ aus Disneys Mary Poppins. „Leid bleibts do, es wissts ja ned wias Weda werd“ riefen sie schließlich dem Publikum zu und die Besucher folgten der Aufforderung sehr gerne, da die ebenfalls von Gruber dirigierte Jugendkapelle schwungvoll übernahm. Die zwei Trompeter Markus Hirzinger und Peter Steindlmüller zeigten mit ihrem Solo „Zwei böhmische Lausbuben“, dass der Titel wie für sie geschrieben ist. Für die Jugendkapelle debütierten an diesem Abend zudem Melina Hirschauer an der Querflöte sowie Michael Fischer am Schlagzeug.

Den Hauptteil des Abends eröffnete dann die Musikkapelle Wildenwart mit dem Defiliermarsch „Schneidig vor“ von Julius Fučík. Dass die harte Probenarbeit der letzten Wochen die Mühen wert war, zeigten Dirigent Sebastian Graf und seine Musikanten im Hauptstück des Konzerts, dem romantischen Tongemälde „Im Reich der Dolomiten“. Die imposanten Bergwelten bauten sich bei mal mächtigen, mal verspielten Klängen und Solopassagen förmlich vor dem inneren Auge der Zuhörer auf. Wie gewohnt trafen die Wildenwarter mit einer Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen den Nerv der Besucher. Beschwingte Walzer wie das „Münchner Kindl“ oder „Jasmin“ wurden gefolgt von traditionellen Polkas. Die Brüder Martin und Matthias Stoib boten mit „Bohemian Lovers“ ein klangstarkes Solo für Trompete und Tenorhorn und die Freunde moderner Klänge wurden mit dem Medley „ABBA Revival“ bedient.  Als schließlich auch die letzten Zugaben verklungen waren, freuten sich Musikanten und Gäste noch etliche gesellige Stunden lang des Daseins, ganz im Sinne von Otto Stoessl (über die Ehrungen berichten wir noch gesondert).

Bericht und Foto/s: Peter und Florian Stoib –  Eindrücke  vom Jahreskonzert der Wildenwarter Blaskapelle in der Lamstoahalle von Frasdorf

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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