Kirche

Kunst, Gottesdienste und Musik zu Ehren des Hl. Korbinian

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zu Ehren des Bistumspatrons Korbinian hat der Künstler Henning von Gierke ein Korbiniansbild gemalt, das einen neuen Blick auf den Heiligen ermöglichen soll. Nach der Eucharistiefeier im Freisinger Mariendom wird die Installation unter dem Titel „Himmel, Glaube, Erde“ am Sonntag, 15. November, gegen 11.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers erstmals gezeigt. Bis zum Ende des Jahres ist die Installation dann täglich zwischen 10 Uhr und 17 Uhr zu sehen. Berufung, Weg und Vision des Hl. Korbinian werden im Inneren des Domes anhand eines Bild-Dialoges mit dem Hochaltarbild und der Architektur der Domkirche veranschaulicht. Die Bildwelten thematisieren die Auseinandersetzung mit Gewalt, der mit Frieden und Hoffnung begegnet wird.

Den Auftakt zur Korbinianswoche macht traditionell die Jugendkorbinianswallfahrt am Samstag 14. November, die mit einem Gottesdienst am Freisinger Mariendom um 16 Uhr beginnt und in ein virtuelles Festival mit zahlreichen Online-Angeboten mündet. Der Gottesdienst wird wie die Gottesdienste am darauffolgenden Wochenende übertragen unter www.korbiniansfest.de. Das Glockenspiel im Freisinger Rathausturm spielt von 14. bis 21. November täglich jeweils um 11.55 Uhr und um 16.55 Uhr das Korbinianslied.

Am Samstag, 21. November, um 10 Uhr feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, im Freisinger Mariendom den zentralen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Korbinian. Im Anschluss spielen Bläser vom Fürstengang auf dem Domberg und vom Turm der Kirche St. Georg aus das Korbinianslied und Turmbläser-Musiken im dialogischen Wechsel. Um 15 Uhr beginnt die Korbiniansvesper, in der der Erzbischof den Kindern einen besonderen Segen zusprechen wird. Am Vorabend, Freitag, 20. November, beginnt um 19 Uhr eine ökumenische Vesper, die mit einer Lichtinszenierung um den Schrein des Heiligen Korbinian gestaltet wird, Grußworte aus Freisings Partnerstädten und -gemeinden schließen sich an.

Die Gläubigen im Erzbistum sind zudem aufgerufen, bis 20. November eine eigene Wallfahrt zu gestalten, indem sie allein oder in kleinen Gruppen an einem selbst gewählten Ort einige Kilometer zurücklegen und um die Fürsprache des Heiligen Korbinian in ihren Anliegen und in den Herausforderungen des Erzbistums bitten. Unter www.korbiniansfest.de stehen dafür inhaltliche Impulse bereit. Dort findet sich auch ein Link zu einer Seite, auf der Wallfahrtskilometer eintragen werden können und auf der angezeigt wird, wie viele Kilometer insgesamt bereits zurückgelegt wurden.

Die Feier des Korbiniansfestes in Freising in der sonst üblichen Form ist aufgrund der Coronakrise in diesem Jahr nicht möglich, persönliche Teilnahmen an Gottesdiensten ist wegen der Schutzmaßnahmen stark begrenzt, das Kultur- und Begegnungsprogramm wird durch die dezentrale Wallfahrt ersetzt. Bisherige Erfahrungen mit Livestreams von Gottesdiensten zeigen, dass dieses Angebot breiten Zuspruch findet. So erreicht ein normaler Sonntagsgottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom regelmäßig etwa 15.000 Menschen; Übertragungen von besonderen Gottesdiensten erreichen bis zu 55.000 Menschen. (uq)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Henning von Gierke – Heiliger Korbinian

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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