Corona-Krise

Inn-Chiemgau-Blasmusik in Corona-Zeiten

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

 Zwei Jahre Corona haben das oberbayerische Blasmusikantenleben ganz schön durcheinandergewirbelt und gefordert. So konnte auch die diesjährige Inn-Chiemgau-Bezirksversammlung vom Musikbund Ober- und Niederbayern nur als Videokonferenz abgehalten werden. Hierzu konnte Bezirksvorsitzender Leonhard Eisner aus Bad Aibling rund 55 Vertreter von Blas- und Musikkapellen sowie einige Ehrengäste begrüßen. Rück- und Ausblicke, die neuerliche Absage des Bezirksmusikfestes, das vom 13. bis 15. Mai in Aschau i. Chiemgau geplant war sowie Neuwahlen prägten den digitalen Austausch. 

Aus den Reihen der Ehrengäste (u.a. Ehrenmitglied Hans Bichler, die Träger der Goldenen Ehrennadel Martin Maier, Ludwig Resch und Leonhard Neuner) stellte sich die neue Leiterin der Geschäftsstelle vom Musikbund Ober- und Niederbayern (MON) Julia Strasser aus München vor. Bezirksvorsitzender Leonhard Eisner ging auf die aktuelle Situation wie folgt ein: „Veranstaltungsabsagen, die dann folgende Beschränkung auf ein Viertel der Konzertbesucher und die 2-G-Regel auch für Proben waren und sind eine Herausforderung. So konnte im Vorjahr auch nicht die beliebte Gemeinschafts-Veranstaltung Klingender Chiemsee durchgeführt werden, sie ist aber für heuer schon mit Sonntag, 18. September terminlich geplant“. Weitere Aufgaben für den Bezirksvorsitzenden waren die Neuerstellung der Bezirks-Homepage, die Mitarbeit beim Projekt „Digitale Bildungsregion Rosenheim“ sowie die außermusikalische Jugendarbeit in Abstimmung mit dem Kreisjugendring und dem Bayerischen Jugendring.

Die nächsten Bezirksmusikfeste sind 2023 in Nussdorf und  2024 in Schönau

Auch Bezirksjugendleiterin Michaela Haindl berichtete von einem zusätzlichen Corona-Aufwand und davon, dass sich für das Jahr 2022 insgesamt 95 Kandidaten für das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber angemeldet haben. Die Theoriekurse sollen online und die Prüfungen in Präsenz stattfinden. Mit Zustimmung angenommen wurden die Berichte von Kassenverwalter Sebastian Unker und der Kassenprüfer. Simon Pertl als Vorstand der Musikkapelle Aschau sprach von den schwierigen Planungen für das Bezirksmusikfest 2022 wegen der Auflagen und Corona-Entwicklungen, so dass das Fest im Nachgang zu der Versammlung abgesagt werden musste.  Die weiteren geplanten Bezirksmusikfeste sind 2023 in Nussdorf am Inn und 2024 in Schönau bei Bad Aibling. Bezirksdirigent Christoph Danner aus Kiefersfelden bedauerte ebenfalls zahlreiche Prüfungs- und Auftrittsabsagen, für heuer informierte er wie folgt: „Die Planungen für Dirigenten-Schnupperkurse 2023, für den Stabführerkurs und für sonstige Angebote ebenfalls für 2023 laufen, das Jugendorchestertreffen, das in Frasdorf geplant war, ist vorläufig ausgesetzt und auch für 2023 geplant“. Die Wahlen der Vorstandschaft ergaben folgende Ergebnisse: Bezirksvorsitzender Leonhard Eisner, Stellvertreterin Kathrin Flory, Stellvertreter Michael Morgott, Bezirksdirigent Christoph Danner, Stellvertreter Bernd Eutermoser, Bezirksjugendleiterin Michaela Haindl, neue Stellvertreterin Barbara Obermaier von der Musikkapelle Bad Feilnbach (bisher Antonia Steidle aus Eiselfing), Kassenwart Sebastian Unker, Schriftführerin Anni Eisner, Beisitzer Martin Kloska und Martin Obermair sowie die Kassenprüfer Markus Burlefinger und Martin Grick. Weitere Wahlen galten den Delegierten für die MON-Versammlung. Im Rahmen der Aussprache informierten der Verbandsjugendleiter Benedikt Paul und der neue MON-Jugendsprecher Benedikt Migge aus ihren Bereichen, Vorsitzender Leonhard Eisner lud noch zu einem Arbeitstreffen des Landkreises Rosenheim am 31. März im Schloss Hartmannsberg mit Kreis-Volksmusikpfleger Ernst Schusser ein. Abschließend sagte Eisner: „Wollen wir hoffen, dass in diesem Jahr die Rückkehr zu einer gewissen Normalität stattfinden kann, die Jugend und die Blasmusik brauchen es dringend“.

Archiv-Fotos: Erinenrungen an das Bezirksmusikfest des Inn-Chiemgaus 2018 in Griesstätt.

Weitere Informationen: www.mon-innchchiemgau.de

 

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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