Brauchtum

Heuer kein Neubeurer Neujahrsanblasen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Corona-Pandemie beeinträchtig auch jahrzehentelange Tradition. Seit Urzeiten ist es ein guter alter Brauch der Neubeurer Musikanten, das Neujahr anzuspielen. So zogen die Musikanten einst von Haus zu Haus, spielten ihr Standerl und wünschten „a glückseelig`s neu`s Jahr“. Mit zunehmender Gemeindegröße teilte man sich in Gruppen auf oder besuchte die abgelegenen Häuser und Weiler mittels motorisierten landwirtschaftlichen Anhänger. Die Verbundenheit der Musikanten zu den Mitbürgern sollte so ausgedrückt werden. Gerne genommene Zuwendungen wurden für die Ausbildung junger Musikanten verwendet oder zur Beschaffung von Instrumenten. Die nunmehrigen Regelungen verhindern den Besuch der Musikanten vor den Anwesen. Auch wurde der Gedanke, dezentral im Gemeindegebiet in kleineren Gruppen zu spielen, verworfen  wegen der Begrenzung der Besucher. Für das kommende Jahr ist man bestens vorbereitet, wieder die Standkonzerte zu spielen oder die Marktbeleuchtung durchzuführen. In Vorbereitung ist man auch auf einen Konzerttag mit vier benachbarten Jungendmusikkapellen.

Archiv-Foto: Thomas Schwitteck –  Die Foto zeigen die Musikanten bei ihrem Einsatz 2014 sowie bei Fahrten durch die Gemeinde.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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