Tourismus

Frühjahrswanderung auf den Haindorfer Berg

Veröffentlicht von Günther Freund

Es ist Anfang März, meteorologischer Frühlingsbeginn und bis weit hinauf liegt kein Schnee mehr. Wir wollen die Wanderung “Rund um den Haindorfer Berg” machen und wollten uns am Wanderparkplatz Aigen treffen, doch es gibt ein Problem: in Hintergschwendt ist die Strasse nach Aigen verbarrikadiert: komplett gesperrrt für Fahrzeuge und Fussgänger, da Baumfällarbeiten beim Parkplatz Aigen stattfinden. Ich fahre zum Parkplatz bei den Gschwendtner Stubn , wo mein Freund schon wartet. Während wir noch beraten, fragen uns zwei Ortsunkundige, wie sie denn nun zum Schwarzenberg und Irlberg kommen. Sie seien extra aus Niederbayern hierher gefahren und nun das!

Wir sagen ihnen, wie sie den Wanderparkplatz Aigen umgehen können und beschliessen dann, dass wir den Rundweg entgegen dem Uhrzeigersinn machen in der Hoffnung, dass die Sperre bis am Nachmittag aufgehoben ist und wenn dies nicht der Fall sei, müssten wir dann halt den Wanderparklatz Aigen auch irgendwie umgehen.

Dann marschieren wir los in Richtung Vordergschwendt. Auf der Autostrasse, die in dem abgelegenen Weiler endet, begegnet uns kein einziges Fahrzeug. Kurz vor dem schön gelegenen Vordergschwendt mit wunderbarem Blick auf den Chiemsee biegen wir der Markierung folgend in einen breiten Forstweg ein. Da die Bäume noch keine Blätter tragen, haben wir immer wieder Ausblicke auf den Chiemsee, den Bärnsee und Aschau. Aus dem sich den Haindorfer Berg hinaufziehenden Wald kommen zwei Wanderer heraus. Wir fragen sie, wo sie herkommen. Sie kommen vom Haindorfer Berg, auf einem schmalen unmarkierten Pfad.

Wir disponieren um und entschliessen uns den Rundweg zu verlassen und über den Haindorfer Berg zu gehen. Wir waren im Winter schon einmal dort oben, es ist ein unspektakulärer Berg ohne Gipfel-Feeling, aber mit sehr schöner Aussicht. Wir stapfen in Serpentinen steil den Berg hinauf, klettern oben über einen Stacheldrahtzaun, der die Almwiese der Sameralm begrenzt und suchen uns einen Platz zum Brotzeitmachen. Der Blick auf den Chiemsee, zur Kampenwand und zur Gedererwand oder hinüber zum Schwarzenberg und Irlberg ist wirklich grandios, es war eine gute Entscheidung, hier herauf zu steigen.

Nach einer ausgiebigen Pause geht´s dann gemütlich die Almwiese hinunter zur Samerberger Alm und weiter zur Kreuzung mit den Wegen zur Maisalm, Kampenwand, Maureralm und hinunter zum Wanderparkplatz Aigen. Es ist immer noch gesperrt, aber wir haben schon längere Zeit keine Motorsägen mehr gehört und während wir noch beraten, kommen zwei junge Frauen von unten herauf und berichten uns, dass keine Gefahr mehr besteht, es werde nur noch aufgeräumt.

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Wir sind froh, dass wir ohne Umweg zurück nach Hintergschwendt laufen können.

Bericht und Fotos: Günther Freund

Über den Autor

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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