Wirtschaft

ERDINGER Weißbräu mit neuer Geschäftsführung

Der langjährige Geschäftsführer Peter Liebert übergibt den Staffelstab zum 01. Mai 2021 endgültig in die Hände seines Nachfolgers Dr. Stefan Kreisz. Seit September 2020 haben die beiden als Geschäftsführer-Doppelspitze die Ressorts Technik, Logistik, Personal und Einkauf der Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu verantwortet.

Stolze 25 Jahre war der 65-jährige Liebert maßgeblich für die Spitzen-qualität der weltberühmten Weißbiere aus Erding verantwortlich, davon 21 Jahre als Geschäftsführer. „Herr Liebert hat einen herausragenden Beitrag zum Erfolg meiner Brauerei im letzten Vierteljahrhundert geleistet. Für seinen wohlverdienten Ruhestand wünsche ich ihm nur das Beste“, erklärt Inhaber Werner Brombach. Der passionierte Jäger Liebert weiß seine Nachfolge in guten Händen: „Ich bin stolz, dass ich so lange für Herrn Brombach und seine Brauerei meine Ideen und Tatkraft einbringen konnte. ERDINGER Weißbier ist das genaue Gegenteil von einem Nullachtfünfzehn-Bier. Top-Qualität, ein hervorragendes Markenimage, ein Inhaber, der mit Herzblut alles für seine Brauerei gibt – da stimmt das ganze Paket. Umso mehr verschafft es mir ein gutes Gefühl, meine Verantwortungsbereiche in die Hände von Herrn Dr. Kreisz als ausgewiesenen Experten geben zu können. Davon konnte ich mich in den sechs Jahren unserer Zusammenarbeit vollauf überzeugen.“

Seit 2015 ist Dr. Stefan Kreisz bei ERDINGER Weißbräu tätig, zunächst als Leiter Qualitätsmanagement, Forschung und Entwicklung, dann seit September vergangenen Jahres als Geschäftsführer. „25 Jahre sind eine lange, prägende Zeit und die Fußstapfen von Herrn Liebert entsprechend groß. Ich freue mich darauf, die Erfolgsgeschichte der Brauerei mit neuen Impulsen fortzuschreiben. Die kompromisslose Qualitätsphilosophie der Brauerei deckt sich mit meiner persönlichen Überzeugung und Begeisterung für hervorragendes Bier“, so der 51-jährige Kreisz. Vor seinem Wechsel zur Privatbrauerei in Erding war er als Vizepräsident Entwicklung für Carlsberg in Dänemark und Frankreich tätig. An der TU München-Weihenstephan promovierte er und arbeitete am dortigen Brauerei-Lehrstuhl. Dr. Kreisz ist in mehreren Fachgremien tätig, unter anderem in der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) als Verwaltungsrat sowie als Vorsitzender des Technisch Wissenschaftlichen Ausschusses (TWA) und als Vorsitzender des Beirates der Wissenschaftsförderung des Deutschen Brauerbundes.

Peter Liebert, Brauer in fünfter Generation

Peter Liebert ist die Kunstfertigkeit des Bierbrauens in die Wiege gelegt worden. Vom Ur-Ur-Opa an zieht sich der Beruf Braumeister mittlerweile in fünfter Generation durch die Familiengeschichte. Angefangen hat er – „seit ich laufen kann“ – in der kleinen Dorfbrauerei, die Vater und Onkel gemeinsam gehörte. Seitdem ist der heimatverbundene Schwarzwälder in Sachen Gerstensaft weitgereist und kennt die Branche aus dem Effeff. Nach dem Studium in Weihenstephan mit erfolgreichem Abschluss zum Diplombrau-meister folgt die erste große Station: Technischer Direktor bei der Harboes Brauerei, mit damals knapp 200.000 Hektoliter Ausstoß. Während seiner zehn Jahre dort wächst und gedeiht die Brauerei, der Ausstoß wird veracht-facht. 1996 ruft Werner Brombach. Zunächst Technischer Direktor wird er drei Jahre später zum Geschäftsführer Technik ernannt. Nach und nach kommen die Ressorts Einkauf, Personal und Logistik hinzu, er verantwortete einen immensen Aufgabenbereich bei der Privatbrauerei. Seinen Ausgleich findet der passionierte Jäger in der Natur und der Familie.

Zur Unternehmensleitung unter dem Inhaber und Vorsitzenden der Geschäftsführung, Werner Brombach, gehören weiterhin Josef Westermeier, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, Dr. Stefan Huckemann, Finanzen, Controlling, IT und Organisation.

Bericht und Fotos: Erdinger Weißbräu

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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