Land- & Forstwirtschaft

Ehrung bei Jagdversammlung Hittenkirchen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Franz Schnaiter junior bleibt wie schon in den bisherigen zehn Jahren auch in den nächsten fünf Jahren Erster Jagdvorstand für Hittenkirchen. Das Amt des Kassiers hat nach 30 Jahren Sepp Steinbichler an Christian Feichtlbauer abgegeben. Dies ergaben die turnusgemäßen Neuwahlen der Jagdgenossenschaft im Landgasthof Hittenkirchen unter der Leitung von Bernaus Drittem Bürgermeister Alexander Herkner.

Das gute Miteinander von den Wald- und Grundstücksbesitzern mit den Jagdpächtern zeigte sich schon am guten Besuch von 33 Stimmberechtigten, die zum großen Teil mit ihren Ehefrauen kamen. In den Rechenschaftsberichten von Schriftführer Sepp Moosmüller und Kassier Sepp Steinbichler fanden unter anderem einen Waldbegehung in Kothöd mit 18 Teilnehmern und mit Forstmeister Ulli Guggenberger sowie der Verleih von Klauenstand und Holzspalter Erwähnung. In seinem Bericht informierte Vorstand Franz Schnaiter, dass die Vorstandschaft die alle zwei Jahre stattfindende Auszahlung des Jagdschillings in diesem Jahr wieder vorschlägt, für 2019 mit 9 Euro je Hektar (vor zwei Jahren waren es noch 5 Euro je Hektar). Dieser Vorschlag fand die Zustimmung der Jagdgenossen. „Insgesamt haben wir Wald und Wild in gutem Einklang“ – so Schnaiter zu einem alle drei Jahre gemachten und bayernweiten Verbißgutachten. 78 Rehe erlegten im vergangenen Jahr die Jäger der beiden Jagdbögen sowie   aus der Eigenbewirtschaftung, was als gut bezeichnet wurde. Erstmals wurden in Giebing Fährten von durchziehendem Schwarzwild entdeckt, dazu sagte Schnaiter: „Hier bedarf es auch weiterhin unserer gemeinsamen Aufmerksamkeit genauso wie beim Thema Wilderei, das zwar nicht mehr so akut ist, weil der oder die bisherigen Wilderer wohl Wind und nasse Füße bekommen haben“. Die nächste Waldbegehung wurde für Montag, 1. April angekündigt, dann werden Ulli Guggenberger und Florian Wörndl eine Aufforstungsfläche vorstellen. Zugestimmt wurde der Jagdpachtverlängerung für Hittenkirchen-West (Eigenbewirtschaftung) und Hittenkirchen-Ost (Jäger Siegfried Grill und Georg Fischbacher) für die nächsten drei Jahre. Auch der Vorschlag, die Maschinen-Gemeinschaft kassenmäßig vom Kassier zu trennen und in eine eigene Abrechnung zu geben fand die Zustimmung der Versammlung, um diesen Bereich wird sich fortan Sebastian Scheck junior kümmern. Die gesamten Neuwahlen ergaben folgende Ergebnisse: Erster Vorstand Franz Schnaiter junior, sein Stellvertreter bleibt Lorenz Böglmüller. Schriftführer bleibt Josef Moosmüller, neuer Kassier ist Christian Feichtlbauer. Die Kassenprüfung nehmen weiterhin Florian Wörndl und Christian Lampersberger vor. Der bisherige Kassier Sepp Steinbichler wurde mit einem Geschenkkorb für seine langen und gewissenhaften Dienste verabschiedet. Rege Gebrauch gemacht wurde von der freien Aussprache. Ortsbäuerin Resi Pfaffinger bedankte sich bei der Jagdgenossenschaft für deren Bäuerinnen-Zuschuss, die Entwässerung im Ortsteil Weisham soll noch mit der Gemeinde Bernau besprochen werden und der Biber bzw. dessen Schäden sollen weiter beobachtet werden. In einem humorvollen Beitrag drückte Florian Wörndl die Hoffnung aus, „dass zukünftig der zu befürchtende Wolf den Biber fressen wird“. Mit dem Dank von Zweiten Vorstand Lorenz Böglmüller an Franz Schnaiter sowie mit den von den Jägersfrauen gespendetem Kaffee und Kuchen endete die harmonische Versammlung. Begonnen hatte sie mit einem reichlichem und guten Jagdessen, das von der Küche des Hittenkirchener Landgasthauses zubereitet worden war.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke von der Jagdversammlung in Hittenkirchen – von links: Vorstand Franz Schnaiter, neuer Kassier Christian Feichtlbauer, Sepp Steinbichler, der für 30 Jahre Kassier geehrt wurde und Zweiter Vorstand Lorenz Böglmüller.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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