Kirche

Drei Priener Kirchen: Glaubensfest und Seenwallfahrt

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die vor 500 Jahren nach dem Thesenanschlag von Martin Luther erfolgte Trennung der Kirchen soll zu Ende gehen – dieser Gedanke beflügelt derzeit das in Prien und darüber hinaus tätige Ökumenische Team bei der Vorbereitung großer christlicher Gemeinschafts-Ereignisse. Höhepunkte werden wohl der Ökumenische Kirchentag unter dem Motto „glaubens-fest“ am Sonntag, 9.Juli in Prien und eine Ökumenische Seewallfahrt am Sonntag, 24. September sein.

 Bei einer gemeinsamen Abstimmung im Pfarrhof der Katholischen Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ verständigten sich gastgebender Pfarrer Klaus Hofstetter, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth von der Evangelischen Kirchengemeinde und Vorstand Andreas Sargant von der Neuapostolischen Gemeinde in Prien zusammen mit Priens Zweitem Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster auf erste Details.   „Glaube soll sich nicht hinter Kirchenmauern verschanzen“ – so der Tenor als Ideengeber für die vier gewählten Unter-Mottos „Innere Räume öffnen“, Gemeinsam aufbrechen“, „Berge versetzen“ und „Neue Wege gehen“. Weiters waren sich die Geistlichen und 2. Bürgermeister Schuster einig, dass die Ökumene in Prien bereits eine Selbstveständlichkeit ist, bereits seit drei Jahren sind die Verantwortlichen von Katholischer, Evangelischer und Neuapostolischer Kirche im Sinne der übergeordneten Kirchenstellen gemeinsam unterwegs. Als Symbol für die Festlichkeiten wurde ein Kreuz mit drei Balken gewählt und gestaltet. Das mannshohe Kreuz wird derzeit von der Priener Zimmerei Stocker erstellt, so dass es bei den Feierlichkeiten am 9. Juli sichtbar werden wird. Dieses Kreuz als Symbol dafür, dass die drei Kirchen durch Christus vereint sein wollen, soll auch verschiedene Botschaften der Versöhnung aussenden, unter anderem diese: „Was siehst Du den Splitter in den Augen des Anderen, aber Deinen eigenen Balken siehst Du nicht!“. „Das ist gut für Prien“ – mit dieser Aussage dankte Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster den drei Kirchen für ihre nicht immer einfachen ökumenischen Anstrengungen. Mit vielfacher Unterstützung der jeweiligen kirchlichen Gremien sowie der Priener Marketing GmbH, der Gemeinde Prien, der Volksbank Raiffeisenbank Prien und der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling wird es am Sonntag, 9. Juli zum Ökumenischen Gottesdienst im Fußgängerbereich ab 10.30 Uhr mit der Evangelischen Kirchenband, dem Katholischen Kinderchor und dem Neuapostolischen Frauenchor kommen. Ab Mittag wird dann ein großes Fest im Freien mit Musik, Informationsständen, Trachtler-Auftritten und Gesprächsrunden geben. Sollte das Wetter eine Freiveranstaltung nicht zulassen, wird das Fest der Begegnung im König-Ludwig-Saal sein. Den Abschluss bildet ab 17 Uhr ein Segenskreis. Angeregt vom Ökumenischen Arbeitskreis Rimsting wird es am Bundestagswahl-Sonntag, 24. September ab 14 Uhr zu einer rund vierstündigen Ökumenischen Seewallfahrt auf dem Chiemsee kommen. Daran beteiligen sich unter anderem Erzpriester Apostolos Malamoussis von der griechisch-orthodoxen Gemeinde München, Pastoralreferentin Edith Heindl und Pfarrer Konrad Kronast vom Katholischen Pfarrverband Westliches Chiemseeufer, Frau Äbtissin Johanna Mayer, OSB von der Benediktinerabtei Frauenwörth, Bezirksevangelist Andras Sargant von der Neuapostolischen Gemeinde Prien, Pfarrerin Hanna von Schroeders von der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Aschau-Bernau und Pfarrer i. R. Dr. Hermann Probst von der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Prien. Für den 30. September wird noch ein umfangreicher Kinder-Bibeltag mit Besuch aller drei Priener Kirchen vorbereitet.

Fotos: Hötzelsperger  – Gut lachen haben aufgrund guter Übereinstimmungen von links: Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, Zweiter Bürgermeister Jürgen Schuster, Pfarrer Klaus Hofstetter und Gemeindevorsteher Andreas Sargant.

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Nähere Informationen:  Kath. Pfarramt, Telefon 08051-1010

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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