Land- & Forstwirtschaft

Die Ruhpoldinger Holzknechte im Radio

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Sendung „Mit Axt und Säge. Vom harten Leben der Holzknechte“ wird am 1. Mai auf BR 2 im Radio übertragen. Mit dabei das Holzknechtmuseum und der Vinzenziverein.

Sie waren raue Burschen, die unter der Woche im Wald in primitiven Rindenhütten hausten und sich tagein, tagaus von “Muas” ernährten, einem Brei aus Mehl, Wasser und Schmalz. Holzknechte führten ein karges Leben, und ihre Arbeit war schlecht bezahlt. Bis in 20. Jahrhundert hinein war Holz einer der bedeutendsten Werkstoffe. Es diente als Grundmaterial für zahllose Gegenstände des Alltags und war nicht wegzudenken aus dem Transport- und dem Bauwesen. Und natürlich war Holz auch ein wichtiges – in vielen Regionen sogar das einzige – Brennmaterial. Die Holzknechte waren es, die mit ihrer Arbeit die Versorgung mit diesem begehrten Rohstoff sicherstellten. Sie fällten mit Äxten, Sägen und Spezialwerkzeugen die Bäume, richteten sie transportfertig zu und beförderten sie auf teils abenteuerlichen Wegen zu den Holzlagerstätten, von wo aus sie per Trift, Schlitten oder Fuhrwerken an den jeweiligen Bestimmungsort gebracht wurden. All diese Tätigkeiten waren nicht nur schwer, sondern auch gefährlich. Immer wieder gab es Unfälle, und die Zahl von Invaliden und Hinterbliebenen war hoch. Um sie zu unterstützen, gründeten die Holzknechte in Ruhpolding zum Beispiel 1619 den “Vinzenzi-Verein” – ein frühes Beispiel für eine Art berufsständischer Sozialversicherung.

Sendungshinweis: „Bayern – Land und Leute“: Vom harten Leben der Holzknechte. Samstag, 01.05.2021, 13:05 bis 13:30 Uhr, BAYERN 2

Link zur Sendung  –  https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-2460816.html

Bericht: Dr. Ingeborg Schmid und das Museumsteam

Foto: Hötzelsperger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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