Allgemein Corona-Krise

Caritas startet internationale Nothilfe

Die Caritas hat nicht nur in ihrer nationalen sondern auch in ihrer weltweiten Arbeit auf den Ausbruch der Corona-Pandemie reagiert. In einem ersten Schritt stellte Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, 50.000 Euro für ein von der Caritas Jordanien geplantes Gesundheitsprojekt bereit. Ziel ist es, dass aus Konfliktgebieten nach Jordanien geflüchtete Menschen auch in Zeiten der Pandemie eine medizinische Grundversorgung erhalten und eine Ausbreitung des Virus in den Einrichtungen dabei verhindert wird. Die seit Jahren bestehenden Gesundheitszentren der Caritas Jordanien wurden in der Vergangenheit monatlich von rund 10.000 Menschen aufgesucht – davon waren ein großer Teil Geflüchtete aus den Konfliktgebieten Syrien und Irak.

„Es ist von immenser Wichtigkeit, dass Menschen auch in Zeiten von Corona weiterhin eine grundlegende medizinische Versorgung erhalten. Nicht nur die Ebola-Krise hat uns gelehrt, dass durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems in wirtschaftlich schwächeren Staaten eine Vielzahl von Menschen an verhältnismäßig einfach zu behandelnden Krankheiten stirbt“, erklärt Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes.

Es sei nachvollziehbar, dass sich der Blick in dieser Pandemie zunächst auf die nähere Umgebung richtet – auch in Deutschland sind die Menschen in Sorge, die Folgen für die Wirtschaft, die soziale Infrastruktur und die Gesellschaft als Ganze werden verheerend sein. Die Deutsche Caritas, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Menschen, denen sie zu Diensten stehen sind dabei extrem gefordert. „Doch wir dürfen in der Krise diejenigen nicht aus den Augen verlieren, denen es schlechter geht als uns“, so Neher. Neben dem Engagement in Jordanien würde deshalb derzeit die Unterstützung weiterer Nothilfeprojekte geprüft.

Zusätzlich zu Projekten, die dabei helfen, die medizinische Grundversorgung aufrecht zu erhalten, könne das weltweite Caritas-Netzwerk aktiv werden, um Menschen in Quarantäne zu versorgen. Zudem könnten die flächendeckenden Strukturen der internationalen Partnerorganisationen genutzt werden, besonders gefährdete Menschen über die Gefahren des Virus aufzuklären und hierdurch eine Ausbreitung einzudämmen.

Für die weltweite Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus ruft Caritas international zu Spenden auf:

Bericht: Deutscher Caritasverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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