Kultur

Buch-Tipp: Oberammergauer Passionsspiele

Die Journalistin Viola Schenz schaut hinter die Kulissen in Oberammergau und verrät, warum es die Passionsspiele überhaupt noch gibt, was den Märchenkönig Ludwig II. mit ihnen verbindet, wie die Oberammergauer Kirche und Regenten austricksten, welche Qualen der Christus-Darsteller mitunter durchleidet oder weshalb der Spielleiter Christian Stückl „den Passion“ inzwischen umkrempelt. In der überarbeiteten Neuauflage wird auch die Verschiebung der Spiele in das Jahr 2022 thematisiert.

Alle zehn Jahre zieht ein kleines Dorf am nördlichen Alpenrand die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich. Mit seinem Passionsspiel lockt Oberammergau eine halbe Million Zuschauer an. Es ist das erfolgreichste Laienspiel überhaupt und zählt zum „Immateriellen Kulturerbe“ der UNESCO. In mehr als hundert Aufführungen stellen die Oberammergauer die letzten sechs Tage im Leben Jesu dar – immer zur vollen Dekade, zwischen Mai und Oktober, auf der weltgrößten Freilichtbühne.

Grundlage ist ein Pestgelübde aus dem Jahr 1633: Die Oberammergauer versprachen, regelmäßig im Ort das Leiden und Sterben Jesu nachzuspielen, falls die Pest ende. Das tat sie und schon im darauffolgenden Jahr fanden die Spiele erstmals statt. Solche geistlichen Dramen gab es seinerzeit überall in Europa, doch nur Oberammergau ist es gelungen, diese Tradition bis in die Gegenwart ununterbrochen lebendig zu halten.

Informationsübersicht:

  • Titel: Die Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele
  • Autor: Viola Schenz
  • Aufmachung: Hardcover, 180 Seiten, umfangreich bebildert
  • ISBN: 978-3-86222-316-9
  • Verlag: Volk Verlag

Text und Bildmaterial: Volk Verlag

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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