Mit kreativen Ideen und Konzepten gelingt es vielen Landwirtinnen und Landwirten, in Sachen Tierwohl in ihren Ställen Vorbildcharakter zu erlangen. Vier bayerische Betriebe haben nun für ihre stimmigen Gesamtkonzepte für mehr Tierwohl am Mittwoch aus den Händen von Agrarministerin Michaela Kaniber den Bayerischen Tierwohlpreis 2021 erhalten. Den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro errang der Betrieb Rotenbauer aus Bergen (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen), der 2. Preis in Höhe von 3.000 Euro ging an den Betrieb Kaindl aus Schöffelding (Lkr. Landsberg am Lech), jeweils 1.000 Euro erhielten die Stich-GbR aus Oberostendorf (Lkr. Ostallgäu) und die Tierwohlfleisch Angstl/Nitsche GbR aus Buch am Erlbach (Lkr. Landshut). „Mich freut es sehr, zu sehen, wie Sie mit viel Herzblut und Kreativität das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Nutztiere in Ihren Ställen nachhaltig verbessert haben. Sie lieben die Tiere und Ihre Arbeit und das spürt man“, sagte die Ministerin bei der Preisverleihung auf dem Hof des 1. Preisträgers.

Eine mit Fachleuten und Praktikern aus Forschung, Verwaltung, Tier-schutz und Berufsstand besetzte Jury hatte die drei Siegerbetriebe aus 25 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Der Betrieb Rotenbauer wurde für die insgesamt sehr artgerechte und wesensgemäße Tierhaltung, die günstig geschaffenen Bedingungen im Stall und auf der Weide, insbesondere aber auch für die sogenannte muttergebundene Kälberaufzucht ausgezeichnet. Der Betrieb Kaindl mit seiner Kälber-, Jungviehaufzucht und Ochsenmast wurde insbesondere für seinen 2019 errichteten Kälber-/Strohstall mit angrenzendem Weidezugang prämiert. Für seine einfache technische Lösung zur Verringerung des Hitzestresses der Tiere und den Erhalt der Futterqualität durch die Beschattung des Lichtfirstes bekam die Stich-GbR ihren Preis. Der Zusammenschluss der Bullenmastbetriebe der Familien Nitsche und Angstl wurde für den Mut und Ideenreichtum bei der Vermarktung ihres besonders tiergerecht erzeugten „Strohbullenfleisch“ ausgezeichnet. Den Verbrauchern wird dabei ins Bewusstsein gerufen, dass es Haltungssysteme in der Rindermast gibt, die effizient und tierwohlgerecht zugleich sind.

Mit dem Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter werden seit 2014 Projekte ausgezeichnet, die bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurden. „Damit wollen wir allen Tierhaltern zeigen, dass oft schon kleine bauliche, technische oder organisatorische Änderungen viel bewirken können“, so Kaniber. Details zu den diesjährigen Sieger-Projekten gibt es unter www.stmelf.bayern.de/nutztierwohlpreis.

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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