Freizeit

Bayerisch-Tirolerische Eisschwimmer-Freundschaft wieder aktiviert

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein Grad Minus an Land und 4,4 Grad Plus im Wasser – das waren die äußeren bzw. drinneren Temperaturen am Wochenende am Badesteg in Prien-Osternach am Chiemsee. Und das waren ideale Voraussetzungen für ein hart-gesottenes Eisschwimmer-Quartett aus Bayern und Tirol für ein wohltuendes Wiedersehen. Wegen Corona waren nämlich im Vorjahr und auch für heuer die Schwimm-Wettbewerbe „Chiemsee-Eiskönig“ in Bernau bzw. beim Prienavera in Prien-Stock abgesagt worden. Auch waren wegen der immer wieder notwendigen Beschränkungen den gemeinsamen Freizeitmaßnahmen Grenzen gesetzt.

Nun aber war es mal möglich, dass sich von tiroler Seite Sonja Eidenhammer (47) und Oliver Schubert (57) aus Innsbruck sowie Vroni Hötzelsperger (39) und Mike Loewa (38) aus Prien bzw. Aschau wieder ausmachen konnten. Kennengelernt hatten sie sich vor gut fünf Jahren beim Eisschwimmen am Langbürgener See. Darauf vereinbarten sie, sich immer wieder zu treffen und sie nahmen auch an den damals noch möglichen Chiemseer-Eiskönig-Wettbewerben teil. In den letzten beiden Jahren aber musste man das regelmäßige Baden während der Winterszeit getrennt machen. Vroni und Mike gründeten eine lockere „Wollhauben-Beinand-Taucher-Gruppe“ (wegen dem Tragen einer Mütze), der sich im übrigen weitere Interessierte anschließen können, wenn sie Interesse an zwei- bis dreimaligem Treffen und Schwimmen in der Woche Lust haben. Sonja, eine Krankenschwester im Krankenhaus Nattes für Lungenkrankheiten und unter anderem für Long-Covid-Patienten und Oliver, der als Diplom-Ingenieur für Solaranlagen beruflich tätig ist, gehören einer Gruppe „Verkühle Dich täglich“ an, die 30 Mitglieder hat und sich regelmäßig bei einem Innsbrucker Baggersee trifft.

„Nach dem Abtrocknen empfinden wir Glücksmomente“

Drei bis fünf Minuten dauern in der Regel die Schwimmrunden im kalten Wasser. So auch beim gemeinsamen Bad in Osternach. Oliver blieb sogar noch einige weitere Minuten zum Meditieren im Wasser. „Wenn wir wieder aus dem Wasser kommen und uns abgetrocknet haben, dann empfinden wir Glücksmomente“ – so Mike, der in Aschau i. Chiemgau Marktleiter ist. Und Vroni fügt hinzu: „Anschließend sind leichte Betätigungen und Tee-Trinken angesagt und man hat ein anhaltend gutes und gesundes Körpergefühl“. Gerade in diesen Corona-Zeiten geht Gesundheit über alles. Gekonntes Eisschwimmen dient in jedem Fall dieser gewünschten Gesundheit.

Fotos: Hötzelsperger – 1. Vor dem Schwimmen auf dem Osternacher Steg von links: Sonja, Oliver, Mike und Vroni. 2. Eindrücke vom bayerisch-tirolerischen Eisschwimmen in Prien-Osternach neben dem Polizei-Steg.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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