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Zur aktuellen Situation in der Ambulanz Rosenheim

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Platzprobleme und eine hohe Einsatzdichte – diese Themen beschäftigen derzeit die Ambulanz Rosenheim. Dies wurde nun bei einem Gespräch zwischen dem Geschäftsführer und 1. Vorstand, Gabriel Mayer, mit dem Landtagsabgeordneten Otto Lederer in den Räumlichkeiten der Rettungswache in Flintsbach a. Inn deutlich.

10.000 Kilometer im Monat werden zurückgelegt:

Die Ambulanz Rosenheim hat im Vergleich mit anderen Landrettungswachen im Rettungsdienstbereich Rosenheim den größten Einzugsbereich. Dieser erstreckt sich von der bayerischen Landesgrenze bei Kiefersfelden bis nach Rosenheim zum Inntaldreieck. „Deshalb ist auch die Zahl von 10.000 km nicht verwunderlich, die das Team der Rettungswache im Monat zurücklegt“, erklärt Mayer dem Abgeordneten zu Beginn des Gesprächs. „Die vielen Einsätze, die dabei absolviert werden, kann nur ein entsprechend starkes Team gewährleisten“, erklärt Mayer weiter. Dieses besteht derzeit aus ca. 54 hauptamtlichen und 88 ehrenamtlichen Mitgliedern.

Hohe Einsatzdichte im Rettungsdienst:

Bisher hat diese Mannschaft aus über 140 Helferinnen und Helfern die Einsätze, gepaart aus Sanitäts- und Rettungsdienst, gestemmt. Gerade die Schichten im Rettungsdienst würden jedoch aufgrund der hohen Einsatzdichte immer anspruchsvoller, so Mayer. Ehrenamtliche könnten dies allein nicht mehr leisten. Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer drückte seinen größten Respekt vor der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus: „Eine Schicht im Rettungsdienst dauert 12 Stunden. In dieser Zeit müssen die Notfallsanitäter immer einsatzbereit sein und geben dabei in jeder Minute ihr Bestes. Genauso wie die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich in ihrer Freizeit für Menschen in Not einsetzen. Für dieses Engagement möchte ich allen Einsatzkräften recht herzlich danken!“

Zukunftsprojekt: Gegen Platzprobleme angehen

Für die Zukunft wird es nun wichtig sein, dass sich die Ambulanz Rosenheim vergrößern kann – nicht nur personell, sondern auch räumlich. Wie Mayer dem Abgeordneten Lederer beim Rundgang über den Hof der Ambulanz erklärt, gehe allmählich der Platz zum Unterstellen der Einsatzfahrzeuge aus. Nicht zu sprechen von den Parkmöglichkeiten für Angestellte und Mitglieder des Vereins. Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer sagte Mayer zu, ihn bei diesem Projekt gerne im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.

Zur Ambulanz Rosenheim GmbH:

Die Ambulanz Rosenheim GmbH betreibt im öffentlichen Auftrag je eine Rettungswache in Flintsbach a. Inn sowie in Fischbachau, Landkreis Miesbach. Sämtliche Rettungsdiensteinsätze werden über die Integrierte Leistelle in Rosenheim koordiniert. Über die betriebseigene Einsatzzentrale wird der Krankentransport organisiert. Hierzu stehen täglich bis zu 9 Krankenwagen zur Verfügung. Zu den Leistungen im Krankentransport kommen Auslandsrückholungen von Erkrankten sowie Intensivtransporte hinzu. Seit 1995 ist die Ambulanz Rosenheim als sogenannte Lehrrettungswache staatlich anerkannt und somit auch Ausbildungsbetrieb.

Zur Ambulanz Rosenheim e.V.:

Ehrenamt wird großgeschrieben.

So wurde im November 2011 die Ambulanz Rosenheim e.V. gegründet. Die Mitglieder setzten sich folgende Ziele: Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, Unterstützung und Mitwirkung im Katastrophenschutz, Errichtung von First Responder Gruppen, Förderung von Jugend im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz, Errichtung von Ortsgruppen in Stadt und Landkreis Rosenheim. Mittlerweile kann die Ambulanz auch ein sogenanntes Emergency-Team für Auslandseinsätze, das von der UN zertifiziert ist, vorweisen. Zudem bildet der Verein seit 1995 eigens Notfallsanitäter aus.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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