Kirche

Zum Welttag der Armen am 14. November

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Die Armen habt ihr immer bei euch“ (Mk 14,7). Mit diesen Worten leitet Papst Franziskus seine Botschaft zum Welttag der Armen am 14. November 2021 ein. Er appelliert an die Gläubigen, kritisch auf den eigenen Lebensstil zu schauen und den Egoismus daraus zu verbannen. Es gehe nicht darum, Bedürftige mit Almosen abzuspeisen, sondern vielmehr wirklich mit den Armen zu teilen. Renovabis beteiligt sich neben zahlreichen Projekten für Arme und Bedürftige in diesem Jahr wieder an einer weltweiten Gebetsbrücke.

Pfarrer Thomas Schwartz, Leiter der Osteuropa-Solidaritätsaktion Renovabis, begrüßt die deutlichen Worte von Papst Franziskus zum Welttag der Armen und unterstützt den Appell des Papstes ausdrücklich. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation in den Ländern Ost-, Mittel- und Südosteuropa sei Hilfe für die Armen hier ganz besonders dringend. Neben der Krankheit, die oft die Ärmsten am stärksten trifft, sind es auch die Armen und Bedürftigen, die besonders unter den Einschränkungen litten. So wirken sich prekäre Arbeitsverhältnisse und finanzielle Einbußen bei ihnen unmittelbar aus, weil sie oft über keinerlei Rücklagen verfügen. Hunger, Mangelversorgung und Wohnungslosigkeit sind vielerorts die Folge. Schwartz betont dabei, dass es für Renovabis ein wichtiges Anliegen sei, die Partner vor Ort zu unterstützen und mit finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie den Menschen effektiv zur Seite stehen können. Während der Corona-Pandemie hat Renovabis Projekte zur Versorgung mit medizinischem Gerät und Medikamenten, zur Lebensmittelversorgung und zur besseren Betreuung von Pflegebedürftigen gefördert. Besonders in den stark betroffenen Regionen u.a. in Russland, Rumänien und der Ukraine. Renovabis hat im Rahmen der Corona-Nothilfe bisher rund 1,6 Mio. Euro für mehr als 75 Projekte bewilligt.

Darüber hinaus sei es für Renovabis auch ein zentrales Anliegen den geistlichen Austausch und die Verbindung zwischen Ost und West zu fördern. Pfarrer Schwartz lädt deshalb auch in diesem Jahr dazu ein, an der Internationalen Gebetsbrücke zum Welttag der Armen teilzunehmen. Diese Gebetsbrücke wird seit der Einführungen des Welttages jedes Jahr von den Steyler Missionaren organisiert. Das gemeinsame Gebet füreinander gerade in schwierigen Zeiten hält Schwartz für eine wichtige Form der Solidarität, da sie den Blick für den Anderen weite. Die Steyler Missionare haben dazu wieder ein Gebetsvorschlag, einen Impulstext sowie Novenenfürbitten vorbereitet. Informationen dazu und die Möglichkeit sich selbst für die Gebetsbrücke anzumelden gibt es unter
www.renovabis.de/gebetsbruecke

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Im März 1993 wurde Renovabis von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegründet. Der „Welttag der Armen“ wurde von Papst Franziskus 2016 am Ende des „Jahres der Barmherzigkeit“ ins Leben gerufen und wird 2021 am Sonntag, 14. November, zum fünften Mal begangen. Die Botschaft des Papstes steht 2021 unter dem Motto: „Die Armen habt ihr immer bei euch.“

Bericht: www.renovabis.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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