Kirche

Zeit für Gott mit Oberkrainer-Musik in der Pfarrkirche Wildenwart

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zeit für mich –  den Alltag entschleunigen, meine eigenen Bedürfnisse erkennen und zulassen, das ist eine Wohltat für meinen Körper, meine Seele und meinen Geist. Das bringt mich in meine Mitte, lässt mich darauf besinnen, was wirklich zählt und wertvoll ist. Und Zeit für Gott – wenn ich mir Zeit für mich nehme, dann kann oder wird uns hier vielleicht automatisch Gott begegnen. Man hat seine Sorgen, die man Gott erzählt, seine Hoffnungen, wo man Gott um Unterstützung bittet, seine Freuden, wo man bei Gott danke sagt“ – mit diesen Gedanken eröffnete Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anita Aicher von der Pfarrgemeinde Wildenwart einen ganz und gar besonderen Musikabend in der Kirche „Christkönig“.

Es war kirchlich und musikalisch gesehen ganz etwas Neues, auf das sich die Wildenwarter eingelassen hatten. Sie hörten davon, dass Pfarrer Martin Strasser in der Kirche von Reit im Winkl ein Musik-Projekt wagten. Pfarrer Strasser, der aus dem Chiemgau-Ort Rottau stammt, war mit dabei als vor nunmehr 41 Jahren die „Gederer-Musikanten“ gegründet wurden. Zum 40jährigen Jubiläum („Ist ein Grund zur Dankbarkeit“) fanden sich im Vorjahr die Musikanten wieder zusammen und probten zur eigenen Freude. Mit dabei war auch Albert Osterhammer, Dirigent der Bernauer Blaskapelle, Berufsmusiker bei den Münchner Philharmonikern und Komponist. Seine Idee, geistliches Liedgut mit der Oberkrainer-Formation einzustudieren, fand Zustimmung und es kam zur erfolgreichen Premiere in Reit im Winkl.

„Hirtenlied von Slavko Avsenik zu Ehren von Christus, dem Guten Hirten“

In Wildenwart kamen die Stücke „Salve Regina“ und das Danke-Lied „Oh Gott, wir danken Dir“ mit neuen Noten zur Aufführung. Hierzu spielten mit Pfarrer Strasser (Harmonika) und Albert Osterhammer (Klarinette) und mit weiteren Instrumenten noch Elisabeth Schelzke (Trompete) sowie mit Gesang Martin Kurz (Bass) und Jakob Kaufmann (Gitarre). Besonders stimmungsvoll erklang das Hirtenlied von Slavko Avsenik, das vom Flötenruf auf die Klarinette von Albert Osterhammer übertragen wurde. Zwischen den Musikstücken erläuterte Pfarrer Strasser, warum diese Art der Musik in die Kirche hineinpasst, unter anderem erklärte er zum „Ave Maria“: „Die Mutter Gottes ist gerade bei Hochzeiten in der Kirche allgegenwärtig, in Wildenwart zum Beispiel mit einem eigenen Seitenaltar, dessen zwei Flügel mit einem bayerischen Rautenmuster ausgestaltet sind“. Der Musik und der Stille folgte lang anhaltender Beifall.

„So kommt man zur Ruhe und ein Stück zum Einklang mit sich und Gott und aus dieser Ruhe kann man Kraft schöpfen und sich neu auf den Weg machen“ – so Anita Aicher unter dem Eindruck des Gehörten und Gespürten und sie freute sich, dass die Musikanten erkennen ließen, den Oberkrainer-Musikabend in der Wildenwarter Kirche im Jahr 2022 zu wiederholen.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Musikabend in der Wildenwarter Kirche mit Oberkrainer-Besetzung unter dem Motto „Zeit für mich – Zeit für Gott“.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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