Kirche

Wolfgang Cerweny – Trauerfeier und Nachruf

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Alter von 73 Jahren verstarb plötzlich und unerwartet Wolfgang Cerweny aus Kirchdorf am Inn. Über seine Familie hinaus war der Verstorbene als Verkaufsleiter sowie für die Vermarktung regionaler Lebensmittel erfolgreich im Einsatz und in der ganzen Region bekannt. „Wolfgang Cerweny hat das Leben als Gottesgeschenk angenommen und viel für seine Familie, seine Mitmenschen und auch für seine Kirche zurückgegeben“ – so Diakon Josef Jackl beim Trauergottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Ursula, Kirchdorf, der mit Harfenweisen von Elisabeth Neumayer volksmusikalisch gestaltet wurde.

Der Geistliche erinnerte in seinem Nachruf an das erfüllte Leben von Wolfgang Cerweny, der 1947 als viertes Kind auf dem Moarhof von Kirchdorf zur Welt kam und der von 1953 bis 1961 die Volksschule in seiner Heimatgemeinde besuchte. Anschließend erlernte er den Beruf des Einzelhandelskaufmanns. Nach seinen Pflichten bei der Bundeswehr trat er 1969 bei der Firma Prechtl in Brannenburg und in Bad Aibling als Marktleiter ein. Von 1981 bis zu seinem beruflichen Ruhestand im Jahr 2008 war er -ebenfalls für das Familienunternehmen Prechtl- in Raubling als Verkaufsleiter tätig. „Seine Erfahrungen und Kenntnisse, die er sich in vielen Jahren aneignete stellte er nach seiner Pensionierung auch weiterhin zur Verfügung. So wurde aus dem zarten Pflänzchen der Regionalvermarktung im Landkreis Rosenheim ein starker Stamm, der bis heute stetig weiter wuchs“ – so der Diakon, der damit die von Herrn Cerweny als Geschäftsführer etablierte Marke „Nimm´s RegRonal“  ansprach und weiters sagte:  „Der Name RegRonal ist untrennbar mit dem Namen Cerweny verbunden, denn von der Gründung der Vermarktungs GmbH im Jahr 2008 bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2017 war er unermüdlich, leidenschaftlich und erfolgreich als Geschäftsführer im Einsatz. In all den Jahren baute er das Vertriebsnetz und das Angebotssortiment der Marke `Nimms RegRonal` stark aus. Regionalität lag ihm am Herzen, genauso wie der faire und kollegiale Umgang mit Menschen. Bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern war er sehr beliebt und angesehen“. Wichtig war Wolfgang Cerweny auch stets die kollegiale Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt Rosenheim sowie die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus allen Bereichen.

Ein weiteres Ehrenamt füllte Cerweny von 2009 bis 2018 als Mitglied der örtlichen Kirchenverwaltung aus, dazu sagte Diakon Jackl: „Herr Cerweny war sehr gläubig und bereitwillig, er unterstützte uns in vielen Dingen und Aufgaben mit Rat und Tat“.  Weiters erinnerte der Geistliche an den Familiensinn und an die Naturverbundenheit des Verstorbenen als er sagte: „1968 gab er seiner Ehefrau Ingeborg das Ja-Wort, mit ihr bezog er das selbst geschaffene Eigenheim im Jahr 1988 und mit ihr erfreute er sich an den Zwillingssöhnen Wolfgang und Bernhard. Im Jahr 2016 verstarb seine Frau, doch mit seiner neuen Lebensgefährtin Annemarie fand er auch wieder neuen Lebensmut“. In seiner Freizeit war Wolfgang Cerweny gerne in den heimischen und Südtiroler Bergen beim Wandern und mit dem Rad unterwegs.

Die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Kirchdorf am Inn fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Zum Abschluss erklang am offenen Grab noch das Musikstück „s’is Feierabend“, gespielt auf einer Trompete.

Foto / Sterbefoto: Wolfgang Cerweny

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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