Natur & Umwelt

Wildtierhilfe Amerang zur Rehkitzrettung

Die Igelstation der Wildtierhilfe Amerang sucht auch in diesem Jahr wieder Igel-Paten.

Wer einen igelfreundlichen Garten besitzt oder seinen Garten insekten- und igelfreundlich gestalten möchte und einen oder auch mehrere Igel dort ansiedeln möchte, der melde sich bitte unter der Nr. 01520 3932763 oder per mail an kontakt@wildtierhilfeamerang.org

Die ehrenamtlichen Igelkenner der Wildtierhilfe kommen gern vorbei, beraten interessierte Gartenbesitzer, und besprechen alles Weitere vor Ort.

Wer sich näher für die charakterstarken Kerlchen interessiert, und aktiver zu ihrem Erhalt beitragen möchte, ist herzlich willkommen im Pflege-Team der Wildtierhilfe. Unsere Pflegestellen versorgen unsere Igel nach der Behandlung in unserer Station, bis sie wieder in igelgeeignete Gärten entlassen werden können. Eine niemals langweilige Aufgabe, denn jeder Igel hat eine andere Persönlichkeit. Viele sind in der Pflege sehr zutraulich.

Alle Mit-Pfleger werden sorgfältig eingewiesen und betreut.

Der Igel ist vom Aussterben bedroht, was viele noch nicht wissen. Noch können wir etwas dagegen tun. Es geht ihnen zunehmend schlechter: das Nahrungsangebot -vorwiegend Insekten- nimmt aus bekannten Gründen stetig ab, ihre Lebensräume werden durch neue Straßen und Siedlungen zunehmend eingeengt und zerschnitten. Jährlich fallen etwa 500.000 Igel dem Straßenverkehr zum Opfer. Ihre Bestände können sich nicht mehr erholen. Bitte in der Dämmerung und nachts im Siedlungsbereich vorsichtig fahren !

Naturbelassene Gärten und wilde Ecken verschwinden, stattdessen sieht man zuviel getrimmtes Einheitsgrün. Zu aufgeräumte oder sterile Gärten sind kein Lebensraum für unsere Igel. Gartenchemikalien gegen Schnecken und andere vermeintliche Schädlinge im Garten können ebenfalls eine Gefahr sein. Aufgrund des reduzierten Nahrungsangebots fressen Igel oft zu viele Schnecken, diese übertragen jedoch Lungenwürmer. Häufig sterben die Tiere daran, ein langer qualvoller Tod.

Der vermehrte Einsatz von Mährobotern verursacht bei zahlreichen Igeln schwerste Verletzungen. Abgesehen von den zugefügten Schmerzen ist die Behandlung der Wunden extrem aufwändig und langwierig. Mähroboter sollten niemals nachts oder abends laufen – dann sind die Igel normalerweise unterwegs. Aber auch tagsüber fallen oft kleine Jungigel den Maschinen zum Opfer, wenn sie im Gras liegen und sich ausruhen. All dies müsste nicht sein. Mit wenig Aufwand können wir alle diesen wunderbaren Tieren helfen und somit aktiv etwas für den Umwelt- und Tierschutz tun. Das Bereitstellen von Futter (am besten Katzen-Trockenfutter) und Wasser wäre ein erster Schritt. Bitte helfen Sie mit und melden Sie sich bei uns! Wir beraten, geben Tipps und unterstützen, wo immer es geht.

Bericht und Bilder: Wildtierhilfe Amerang

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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