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Weiterer Anstieg der Verbraucherpreise in Bayern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Verbraucherpreise im Freistaat steigen im Vergleich zum November des Vorjahres deutlich um 5,3 Prozent. Besonders schnell klettern die Preise für Heizöl mit 105,8 Prozent und auch für Kraftstoffe mit 42,8 Prozent. Selbst ohne diese Preistreiber liegt die Inflationsrate noch bei deutlichen 3,8 Prozent.
Wie die Expertinnen und Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik weiter mitteilen, sinken die Verbraucherpreise im November 2021 im Vergleich zum Vormonat geringfügig (-0,2 Prozent). Binnen Monatsfrist steigt der Heizölpreis mit 1,9 Prozent nur mäßig. Kraftstoffe verteuern sich mit einem Plus von 3,9 Prozent spürbar. Für Obst bezahlen Verbraucher im November 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Gemüsepreise steigen hingegen leicht um 1,2 Prozent.

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im November 2021 bei 5,3 Prozent. Ursächlich für diese starke Zunahme sind nicht nur hohe Preissteigerungen am Energiemarkt, sondern auch die vom Juli bis Dezember 2020 eingeführte Mehrwertsteuersenkung. Die sogenannte Kerninflationsrate, also der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, beträgt 3,5 Prozent.

Nahrungsmittel
Preise für Nahrungsmittel steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent. Insbesondere für Fleisch und Fleischwaren (+5,2 Prozent) erhöhen sie sich spürbar. Ebenfalls nach oben entwickeln sich die Aufwendungen für Gemüse mit einem Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obst hingegen kostet etwas weniger im Vergleich zum Vorjahr (-1,0 Prozent).

Energie / Kraftstoffe
Zum Energiemarkt: Im November 2021 sind Heizöl mit einem Anstieg von 105,8 Prozent und Kraftstoffe mit 42,8 Prozent deutlich teurer als im Vorjahr. Auch Gas wird teurer (+10,7 Prozent). Preise für Strom erhöhen sich lediglich um 3,2 Prozent.

Wohnungsmieten
Die Preisentwicklung bei Wohnungsmieten ohne Nebenkosten verläuft im Vergleich zum Gesamtindex unterdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sie sich im November um 1,7 Prozent.

Technische Produkte
Bei technischen Produkten zeigen sich die Preisveränderungen im Vergleich zum Vorjahr uneinheitlich. Während Verbraucher insbesondere für tragbare Computer 10,5 Prozent mehr als im November 2020 bezahlen, sinken die Aufwendungen für die Anschaffung von Fernsehgeräten um 5,2 Prozent deutlich.

Entwicklung Verbraucherpreise
Insgesamt sinken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Oktober um 0,2 Prozent leicht. Binnen Monatsfrist steigt der Heizölpreis nur noch gering (+1,9 Prozent), während Kraftstoffpreise noch um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat zulegen. Für Nahrungsmittel bezahlen Verbraucher im November fast das Gleiche wie im Oktober (+0,3 Prozent). Im November 2021 ist die Inflationsrate aufgrund der befristeten Mehrwertsteuersekung vom Juli bis Dezember 2020 höher als üblich. Das wird als Basiseffekt bezeichnet, da die Ursache in der durch die Mehrwertsteuersenkung niedrigeren Vergleichsbasis aus dem Vorjahr liegt. Die exakte Höhe dieses Basiseffekts ist schwer zu benennen, da mehrere preisbestimmende Einflussfaktoren, wie beispielsweise die CO2-Bepreisung gleichzeitig wirken.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Hötzelsperger – TOM´s Tankstelle in Prien a. Chiemsee

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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