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Weiberkranzl in Frasdorf

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Stell Dir vor in der Lamstoahalle ist Badetag“. Zum Schwimmen luden die Aktiven des Frasdorfer Trachtenvereins ein und verbanden Trachtenverein und Schwimmverein aufs Beste. Die Schwimmnudeln ersetzten beim Schwimm-Tanz die Bögen des Laubentanzes und die antiken Badeanzüge das herkömmliche Trachtengwand – geht doch. Den Zuschauern hat es bestens gefallen. Junge Dirndl – alte Weiber – schöne Mädchen – schiache Alte: die Lust am Verkleiden und Schminken ist ungebrochen und es wurde wieder tief in die Lumpenkisten und Schminktöpfe gegriffen, die Klassiker von der Biene Maja bis zum Scheich, kleine Zopfmädchen aus dem Kindergarten, ein Rudel Skifahrer und ein paar Alt Hippies aus San Francisco fanden den Weg nach Frasdorf auch noch. Alle waren Maschkera da, denn ein höllisches – oder ein himmlisches Vergnügen war das Weiber- und Dirndlkranzl des Frasdorfer Trachtenvereins in der Lamstoahalle schon immer. „Was brauchen wir die Männer“, wenn die Dirndl das Sagen haben, dann ist die Tanzfläche erfahrungsgemäß immer voll. Viele originell maskierte Dirndl sorgten dafür, dass die Herren der Schöpfung an diesem Abend ganz schön ins Schwitzen gerieten – und wenn die nicht wollten, dann tanzten die Dirndl eben alleine oder miteinander. „D´ Erlbacher“ heizten mit ihren Rhythmen zusätzlich auf und brachten Stimmung in die vollbesetzte Halle – ein schöner Abend. Die Aktiven sorgten mit ihrer gelungenen Einlage für weitere Stimmung, dann kam die rot-weiße Aschauer Garde mit seiner Tollität Prinz Martin III. – feuriger Herrscher über die Trompetenklänge des Roten Südens und ihre Lieblichkeit Prinzessin Monika IV. – tanzende Wächterin über Feuer und Flamme aus dem Reich des Aschauer Faschings und zum Schluss trafen sich alle an der Bar.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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