Corona-Krise

Wegen Corona: Diözesaner Familienfachtag

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der besonderen Situation und den differenzierten Erfahrungen von Familien während und nach der Corona-Pandemie widmet sich der diözesane Familienfachtag am Mittwoch, 27. Oktober 2021. Die Veranstaltung, zu der die Fachstelle für Sozialraumentwicklung und Familienangebote des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising und die Ehe- und Familienpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats in Kooperation mit der Domberg-Akademie einladen, findet sowohl vor Ort in der Katholischen Akademie in Bayern, Mandlstraße 23, 80802 München als auch virtuell im Livestream via Zoom statt.

 In einem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung wird der Generalvikar der Erzdiözese München und Freising Christoph Klingan die große Bedeutung der vielfältigen kirchlichen Angebote für Familien betonen. Mit ihnen werden die ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten und Herausforderungen der Menschen im Kontext von Familie ernst genommen und deutlich gemacht: „Die Kirche ist für die Familien da.“ Damit dies im Erzbistum auch weiter so erfahrbar bleibe, gelte es, die Vernetzung unter den verschiedenen in diesem Bereich aktiven Einrichtungen und Stellen zu stärken und sich zu fragen, welche neuen, innovativen Angebote neben dem vielen Bewährten heute gefragt sein könnten.

Diese grundsätzlichen Gedanken werden die beiden Hauptreferentinnen in ihren Vorträgen aufgreifen und erweitern. Prof. Sabine Walper, Direktorin des Deutschen Jugendinstituts München, referiert über „Familien vor, in und nach der Pandemie – Herausforderungen und Perspektiven“ und Madeleine Winterhalter-Häuptle, Leiterin der Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie im Bistum St. Gallen, spricht über „Paare und Familien: Kirche und Pastoral betreten ´Heiligen Boden`“. Am Nachmittag gibt es Workshops zu den Themen Sozialraumorientierung, Resilienz, neue digitale und analoge Wege und niederschwellige Angebote.

Gerade nach der Corona-Pandemie sind zentrale Bezugspunkte für die Familienpastoral Fragen wie: Was brauchen Familien heute am meisten, wie können wir sie erreichen und stärken? Nach wie vor bestehen ein großer Bedarf und eine hohe Nachfrage nach den Angeboten der katholischen Kirche in diesem Bereich. Zu den „Familien-Playern“ zählen die katholischen Kindertagesstätten in der Erzdiözese mit circa 47.000 betreuten Kindern, daneben die Katholische Erwachsenenbildung mit den Bildungswerken in allen Landkreisen und die Familienzentren, die Ehe-Familien-Lebensberatung mit ihren 19 Beratungsstellen im Erzbistum, die Angebote der Fachbereiche Ehevorbereitung und-begleitung, Ehe- und Familienpastoral und der Alleinerziehendenseelsorge des Erzbischöflichen Ordinariats mit jährlich über 20.000 Teilnehmenden. Darüber hinaus sind die vielen Kindergottesdienste und Angebote für Familien vor Ort in den Pfarreien und Pfarrverbänden von zentraler Bedeutung für die Familienpastoral. Hier sind neben den Seelsorgern und Seelsorgerinnen viele Ehrenamtliche im Einsatz, ebenso wie in zahlreichen Verbänden, Vereinen und geistlichen Gemeinschaften. Hinzu kommen die Dienste im Bereich Familienhilfe der Caritas und ihrer Fachverbände. Zu nennen sind hier beispielsweise Kindertageseinrichtungen ebenso wie Angebote an Schulen zur Betreuung und im Rahmen der Ganztagsschulen, die Jugendsozialarbeit und die Erziehungsberatungsstellen, die Familienpflege zur Unterstützung in Belastungs- und Krisensituationen und die Beratungsdienste in den Caritas-Zentren für Familien in vielfältigen Problemlagen (Schuldnerberatung, Sozialpsychiatrische Dienste, Suchtberatungsstellen) bis hin zu Kinder- und Jugendwohnheimen und Mehrgenerationenhäuser.

Der diözesane Familienfachtag steht auch im Zeichen des Aktionsjahres für die Familie, das Papst Franziskus am 19. März 2021 eröffnet hat, fünf Jahre nach seinem Schreiben „Amoris Laetitia“. Dieses beschäftigt sich intensiv mit den vielfältigen Lebenswirklichkeiten und Herausforderungen, mit denen sich Familien heutzutage weltweit konfrontiert sehen. Mit dem zehnten Welttreffen der Familien in Rom mit Papst Franziskus am 26. Juni 2022 findet das Festjahr seinen feierlichen Abschluss. (cs)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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