Freizeit

Wanderung auf die Farrenpoint

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Farrenpoint, ein eher unscheinbarer Vorberg im Wendelsteingebiet, ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Ob es nun der oder die Farrenpoint heißt, darüber wurde früher oft diskutiert. Als “Point” wird ein durch Umzäunung ausgeschiedenes Stück Land mit den dazu gehörigen Wohngebäuden bezeichnet. Die Fläche auf dem Gipfel besteht aus der Huberalm, die 1810 noch „Fahrenpointalm“ hieß. Die “Point” ist also weiblich. Nur über die Herkunft des Wortes “Fahre” ist man sich nicht sicher, es stammt entweder von “Farre” für Stier oder von dem üppigen Farnkrautbewuchs.
Der flache Gipfel ist von mehreren Seiten aus erreichbar. Unsere Wanderung beginnt beim Wanderparkplatz Sagbruck bei Brannenburg. Sie führt über zwei Almen, welche beide zu einer Einkehr einladen. Die Schuhbräualm wird nur im Sommer bewirtschaftet, die Schlipfgrubalm (auch ToGo) ganzjährig. Bei der Huberalm unterhalb des Gipfels gibt es im Sommer Getränke.

Startpunkt: Parkplatz Sagbruck (Holzparkplatz) bei Brannenburg, auf dem Weg Richtung Gaststätte Kogl
GPS-Wegpunkt für’s Handy: N47 44.341 E12 04.537

Die Tour: Gleich nach dem Parkplatz verläuft rechts die Straße nach Kogl, unser Weg führt aber geradeaus. Gleich nach der ersten Brücke zweigt rechts ein kleiner Steig Richtung Schlipfgrubalm ab, der für Wanderer den Weg verkürzt sowie den Asphalt erspart. Dort, wo der Steig wieder nach ca. 900 Metern auf die Straße trifft, ist das erste Steilstück bereits überstanden. Dann erreichen wir die Schlipfgrubalm. Nach rechts fällt unser Blick auf den Sulzberg, der von hier aus in einer Stunde bestiegen werden könnte. Ungefähr eine halbe Stunde nach der Schlipfgrubalm zweigt links der Weg zum Breitenberghaus ab. Wir halten uns jedoch rechts und haben ein kleines Steilstück zur Winterstube vor uns. Durch den Wald führt uns die Forststraße hinauf Richtung Schuhbräualm. An den Almgebäuden vorbei bleiben wir auf dem Wirtschaftsweg. Rechts über uns erhebt sich die grüne, baumlose Kuppe des Mitterbergs. Dessen Gipfel können wir in wenigen Minuten erreichen, in diesem Fall gelangen wir vom höchsten Punkte auf dem westlichen führenden Steig hinunter zu einer Wegekreuzung. Falls wir nicht zu den Gipfelsammlern gehören und den Gipfel auslassen, bleiben wir auf der Forststraße und gelangen nach einem kurz abwärts führenden Weg ebenfalls zu der gleichen Wegekreuzung. Bei dieser schwenken wir nun leicht bergab nach Nordosten und erblicken unser heutiges Ziel, die flache Farrenpoint, recht nah vor uns liegen. Der Weg verläuft in einem kleinen Bogen nach links bis zu einem Gatter mit Wegweiser. Hier beginnt der Aufstieg zum Gipfel. Dazu können wir entweder rechts den breiteren Weg oder links den steileren Steig benutzen. Beide Varianten kommen nach einer Viertelstunde oben wieder zusammen. Anschließend steigen wir über ein paar Holzstufen weiter bergauf, um dann bei einer Wegegabelung uns nochmals rechts zu halten. Auf 1200 m (Schild “Farrenpoint 10 Min.”) halten wir uns nun links und erreichen nach wenigen Minuten die Huberalm mit ihrem kleinen Teich. Von hier aus gelangen wir in drei Minuten zu dem sichtbaren Gipfelkreuz mit seiner Holzbank. Die Aussicht auf Bad Feilnbach und ins Voralpenland ist phänomenal. Bei sehr guter Fernsicht entdecken wir am Horizont die Gipfel des Bayerischen Waldes.
Zurück zu unserem Ausgangspunkt geht es wieder auf demselben Weg.

Informationen kompakt:
Erreichter Gipfel: Farrenpoint 1274 m
Dauer: insgesamt ca. 4 Std.
Höhenunterschied: 760 hm
Schwierigkeit: leicht, Forststraße und einfacher Bergsteig
GPS-Track zum Download auf www.roBerge.de.
Text und Fotos:   Reinhard Rolle

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Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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