Freizeit

Wandertipp: über Moserboden zur Hochries

Die Hochries ist zu jeder Jahreszeit, meist auch im Winter gut erreichbar. Die meisten Bergsteiger, die auf den Gipfel gehen wollen, beginnen ihre Wanderung beim Parkplatz Spatenau. Die hier beschriebene Wanderung über den Moserboden ist eine der kürzesten Bergwanderungen auf die Hochries, aber trotzdem nicht stark frequentiert. Unsere Tour beginnt in Grainbach an der Talstation der Hochriesbahn und verläuft über den Moserboden und die Seitenalmen zum Gipfelhaus.

Die Hochriesbahn ist von Ende März bis Anfang November in Betrieb. An schönen Wochenenden ist frühzeitiger Aufbruch sinnvoll.

Startpunkt:

  • Parkplatz der Hochriesbahn-Talstation in Grainbach
  • GPS-Wegpunkt für’s Handy: N47 46.201 E12 14.136

Aufstieg:

Östlich des Parkplatzes der Talstation bringt uns die asphaltierte Straße direkt bis zur Mittelstation. Bis dahin haben wir hin und wieder Gelegenheit, die teils waghalsigen Mountainbiker auf dem „Bikepark Samerberg“ zu bewundern. Die Käseralm und Mittelstation lassen wir liegen und es geht weiter auf dem Weg Nr. 216c zum Moserboden. Hier sehen wir hoch vor uns auf der gegenüberliegenden Seite bereits das nächste Ziel liegen, die drei Gebäude der Seitenalmen. Wir bleiben immer auf dem Hauptweg, bis der Weg bei der letzten Hütte in einen Bergsteig übergeht. Nach einer knappen halben Stunde und steilem Aufstieg im Wald gelangen wir auf einen breiten Weg – hier geht es rechts weiter. Aber schon nach zwei Minuten zweigt links der Steig (Schild “Hochries – Feichteck – Seitenalm”) zu den Seitenalmen ab. Hinter dem obersten Almgebäude steigen wir links weiter bis zum Grat, der kurz darauf (wiederum links) in 10 – 15 Minuten zum Gipfelhaus führt. Die Hochrieshütte thront direkt auf dem Gipfel, was viele Berghütten nicht von sich behaupten können. Unser Blick reicht einerseits weit in das Alpenvorland, bei guter Fernsicht sehen wir auch die Gipfel des Bayerischen Waldes. Auch die Sicht nach Süden ist phänomenal, auf die nahen Chiemgauer Berge und dahinter bis zum Alpenhauptkamm mit den Hohen Tauern und den Zillertaler Alpen.

Abstiegsvarianten:

  • a) wie Aufstieg
  • b) Während der Betriebszeiten der Bahn können wir bequem mit der Kabinenbahn bequem hinab zur Mittelstation gondeln. Von hier zu Fuß weiter auf dem bekannten Weg, oder mit dem Sessellift bis zur Talstation.

Informationen kompakt:

  • Erreichter Gipfel: Hochries 1569m
  • Dauer: Aufstieg ca. 2 – 2,5 Stunden, Abstieg ca. 1,5 – 2 Std., insgesamt ca. 4 Std.
  • Höhenunterschied: 850 hm
  • GPS-Track zum Download auf www.roberge.de
  • Schwierigkeit: leicht, kurzzeitig mittel (meist Forststraße und Bergwege, gelegentlich Trittsicherheit von Vorteil)

Text und Fotos: Reinhard Rolle, aus dem Wanderführer “Hüttenwandern in den Münchner Hausbergen”, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus (Amazon:  https://amzn.to/3kRlxLs)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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