Der Hirschberg gilt als einer der Münchner Klassiker in den Tegernseer Hausbergen. Schon bei der Anfahrt von Gmund aus, hinter dem Tegernsee, fällt uns seine wuchtige Gestalt mit der langgezogenen Gipfelfläche auf. An schönen Wochenenden pilgern viele Wanderer, entweder von Bad Wiessee oder von Scharling hinauf, um auf dem beliebten Aussichtsgipfel die Sicht auf das bayerische Alpenvorland, den blauen Tegernsee mit dem Wallberg und Risserkogel, die Blauberge, die Zugspitze im Wettersteingebirge oder das Karwendel zu genießen.

Bei guter Fernsicht reicht der Blick auch auf entferntere Regionen wie die Hohen Tauern oder die Kitzbüheler, Tuxer und Zillertaler Alpen. Eine knappe halbe Stunde unterhalb des Gipfels liegt das Hirschberghaus, das man getrost als einen Münchner Stützpunkt bezeichnen kann. Mit seiner windgeschützten, sonnigen Terrasse und den großen Gasträumen hat es ausreichend Platz für die vielen Besucher und lädt das ganze Jahr über auf eine zünftige Brotzeit ein. Im Winter gesellen sich Rodler sowie Schneeschuh- und Skitourengeher dazu.

Information zur Anfahrt:

  • Wanderparkplatz in Scharling, Ortsteil Leiten, am Beginn des Hirschbergweges

PKW: Über Gmund oder Bad Wiessee bis nach Scharling zum Wanderparkplatz
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der BOB fahren wir nach Tegernsee, weiter dann mit dem RVO-Bus 9556 bis zur Haltestelle »Scharling-Hirschbergstraße«.

GPS-Wegpunkt für’s Handy: N47 39.974 E11 44.848

Aufstieg:

Auf dem asphaltierten Hirschbergweg spazieren wir durch den Ortsteil Leiten, der beim Waldrand in eine Rodelbahn übergeht. Immer leicht aufsteigend, verläuft der breite Weg meist durch den Wald, gibt aber auch hin und wieder bereits Blicke auf den Gipfelbereich des Hirschberges frei. An den wenigen Gabelungen weisen Schilder zum Hirschberghaus. Nach rund eineinhalb Stunden erreichen wir eine Lichtung, die sogenannte Hirschlache, wo sich auch die Materialseilbahn zur Hütte befi ndet. Hier endet die Rodelbahn, der Weg wird ab jetzt schmaler und steiniger, ist aber weiterhin gut begehbar. Nach zehn Minuten verzweigt er in einen Sommer- und Winterweg, wobei der Sommerweg (rechts) einmal über einen Fels verläuft; an dieser Stelle ist Trittsicherheit erforderlich. Im Winter bei Lawinengefahr sollten wir den linken Weg benutzen, über den wir durch Latschenhänge im Zickzack bequem emporsteigen.

Bei der Hütte können wir entweder gleich einkehren oder vorher noch in einer guten halben Stunde auf den Gipfel steigen. Hierzu gehen wir am Haus vorbei und folgen der Beschilderung, der Weg ist gut erkennbar und nicht zu verfehlen. Den größten Verlauf des Weges und auch das Gipfelplateau selbst können wir von hier aus ohnehin gut erkennen. Unser Weg erfolgt moderat ansteigend über einen Grat, welcher den Kessel zwischen Hirschberghaus und Gipfel in einem weiten Rechtsbogen umschließt. Danach verläuft er durch Latschenfelder bis zu der Hochfl äche zwischen den beiden höchsten Erhebungen. Von dort sind wir in wenigen Minuten auf dem grünen Hauptgipfel, der ausreichend Platz für seine vielen Besucher bietet.

Abstieg:

Der Abstieg zum Hirschberghaus und auch zum Parkplatz erfolgen auf dem Aufstiegsweg.

Informationen kompakt:

  • Erreichter Gipfel: Hirschberg 1668m
  • Dauer: zum Hirschberghaus 2 Std., zum Gipfel 35 Min.
  • Höhenunterschied: 770 hm, zum Gipfel weitere 160 hm
  • Schwierigkeit: mittelschwer, breite Forststraße, ab der Materialseilbahn steiniger und steiler, auch im Winter meist geräumt

Aus dem Wanderführer „Hüttenwandern in den Münchner Hausbergen” von Reinhard Rolle, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus.
Erhältlich im Buchhandel sowie im Internet: https://amzn.to/3h1CQaQ

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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