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Wander-Tipp: zur Wallfahrtskirche Schwarzlack

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Kirche Mariahilf (Schwarzlack) ist neben vielen Wallfahrten auch ein beliebtes Ausflugsziel. Sie befindet sich am unteren Nordhang des Sulzbergs. Bereits 1659 wurde hier eine Einsiedelei erbaut. 18 Jahre später entstand eine Kapelle, die 1716 schließlich einer Steinkirche wich. Ein weiteres halbes Jahrhundert später entstand schließlich die jetzige Wallfahrtskirche. In seinem Inneren entdecken wir zahlreiche Votivtafeln.

Das beliebte Ausflugsziel mit der denkmalgeschützten Berggaststätte kann von Brannenburg in einer halben Stunde gut zu Fuß erreicht werden kann. Für die Radfreunde aus dem Gebiet Rosenheim – Kolbermoor – Stephanskirchen stellen wir hier die Anfahrt mit dem Mountain- oder E-Bike vor, mit rund drei bis vier Stunden Fahrzeit eine schöne Halbtagestour. Die Route ist so zusammengestellt, dass nahezu keine Autostraßen befahren werden müssen. Es wechseln Radwege durch Felder und Wälder sowie Dammwege entlang von Mangfall und Inn. Mit 290 Höhenmetern bleibt es insgesamt recht flach. Lediglich kurz vor Schwarzlack gibt es zwei steilere Abschnitte. Wer die Kraft in den Wadeln nicht hat (bzw. kein E-Bike), schiebt hier einige Meter. Auf eine genaue Beschreibung wird hier verzichtet, da es insbesondere zwischen dem Mangfallradweg und Großholzhausen sehr viele Abzweigungen und Nebenstraßen gibt. Deshalb wird empfohlen, den unten angegebenen Track (Download möglich) oder eine gute Radkarte zu verwenden. Dafür werden fast nie Autostraßen berührt und wir bleiben auf ruhigen Radwegen. Der Rückweg ab Brannenburg erfolgt auf dem Innradweg West und ist durchgehend sehr gut beschildert.

Als Startpunkte bieten sich Rosenheim, Kolbermoor oder Bad Aibling an. Von diesen Orten fahren wir auf dem Mangfallradweg bis zum Ortsteil Oberwöhr. Westlich davon fahren wir auf Radwegen weiter über Pösling und Schlipfham nach Westerndorf bei Pang mit seiner markanten Zwiebelkuppel. Über die Panger Felder überqueren wir die A8 und fahren auf teils dunklen Waldwegen über Nicklheim nach Großholzhausen. Kurz vor Nicklheim ist der Waldweg offiziell für Fahrzeuge gesperrt, aber gut befahrbar. Hier sollten wir ggf. für wenige Minuten schieben. Im Nicklheim behalten wir die Grundrichtung Süd bei und gelangen, inzwischen der Beschilderung “Schwarzlack” folgend, zu unserem einzigen größeren Anstieg. Nach zwei kurzen Steilstücken erreichen wir die Wallfahrtskirche. Hier finden wir genügend Sitzgelegenheiten außerhalb des offiziellen Biergartens. Bei herrlicher Aussicht ins Inntal lassen wir uns die mitgebrachte Brotzeit schmecken. Allerdings bieten die Wirtsleute – auch ToGo – viele schmackhafte Brotzeiten, Kuchen und Getränke an. Besonders lobenswert: Es werden kein Plastikgeschirr und keine Pappbecher usw. angeboten, alles in Geschirr und Glas.

Anschließend behalten wir die Grundrichtung nach Südosten bei. Bei der Abfahrt biegen wir links bei Gut Ried nach unten durch eine Schranke ab und erreichen Brannenburg. Für die Durchfahrt durch den Ort befinden wir uns erstmals auf bzw. neben mehreren Autostraßen. Nach Brannenburg erreichen wir dann den Innradweg West. Dieser ist autofrei, gut beschildert und führt uns am Segelflugplatz vorbei nach Gmain, Reischenhart und Raubling entlang des Inns zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Information kompakt:
Dauer: insgesamt ca. 3,5 Std.
Höhenunterschied: 290 hm
Schwierigkeit: leicht, nur kurz vor Schwarzlack zwei steilere Stellen, ggf. schiebent
GPS-Download: https://www.roberge.de/tour.php?id=1258 (keine Registrierung erforderlich)

Text und Fotos: Reinhard Rolle

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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