Brauchtum

Waldgau-Trachtler zogen Jahresbilanz

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Vorstandschaftsmitglieder des Bayerischen Waldgaues (gegründet 1931) zogen in ihrer Jahresabschlussfeier Bilanz über das vergangene Jahr. Dazu trafen sie sich traditionell am ersten Januar-Sonntag. Diesmal war man in Kirchberg i. Wald zu Gast. Die Zusammenkunft ist als Zeichen der Wertschätzung zu sehen für die geleistete Arbeit während des ganzen Jahres und auch zum Dank für die Ehegatten bzw. Partner für deren Verständnis. Ausschussmitglied Lisbeth Sterl hatte ein umfassendes Programm ausgearbeit, zu dem sich 19 Trachtler aus dem ganzen Gaugebiet eingefunden hatten.                                                                                                                                                     Der Jahresabschluss begann mit einer Sonntagsmesse in der Pfarrkirche St. Gotthard, da für einen aufrechten Trachtler Tracht und Glaube untrennbar zusammen gehören. Die feierliche Eucharistiefeier, die dem Gedenken an alle Verstorbenen des Waldgaues und seiner Vereine gewidmet war, zelebrierte Pfarrer P. Paul Ostrowski, der die Trachtler persönlich begrüßte. Im Anschluss daran wurde die Gruppe bereits im Lehr- und Informationszentrum für Bienenzucht, im „Haus der Bienen“ erwartet, wo Bürgermeister Alois Wenig seinen Willkommensgruß entbot. „Brauchtum, Kultur und Tradition braucht Menschen, die an der Spitze stehen“, versicherte er und zeigte sich besonders stolz auf die Gemeindebürger Eugen Sterl, Max Schiller und Martina Schmid für ihr Engagement beim Gotthardsfest oder der Krippe am Dorfanger. Gauvorsitzender Andreas Tax dankte der Gemeinde Kirchberg und dem örtlichen Trachtenverein „Gotthardsbergler“ mit Vorsitzenden Max Schiller für die Bereitschaft, das Gaufest 2019 auszurichten. Franz Rothkopf, der Kreisvorsitzende der Regener Imker, gab in den folgenden 90 Minuten einen umfassenden Einblick in die wunderbare und geheimnisvolle Welt der Bienen. Die aufmerksamen Zuhörer erfuhren Wissenswertes über die biologischen Abläufe des Bienenvolkes und der Honiggewinnung. Im Bayerischen Wald war die Korbimkerei mit der Waldbiene seit vielen Generationen in allen Dörfern, Weilern und Einöden verbreitet. „Die Tiere sind nicht nur fleißige Honigproduzenten, sondern tragen mit ihrer Bestäubungsarbeit zur Aufrechterhaltung der Artenvielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht der Natur bei“, so der äußerst kompetente Experte. Gerne nahmen die Trachtler auch das Angebot zum Einkauf von Honig und weiteren Bienenprodukten wahr.  Beim Mittagessen mit gemütlichen Beisammensein im Gasthaus „Zur Straußenwirtschaft“ in Dalken dankte Andreas Tax für die geleistete Arbeit und erinnerte nochmals an die herausragenden Ereignisse im vergangenen Trachtenjahr: Volkstanztreffen, Gaufest in St. Englmar, Arberkirchweih, Waldgau-Hoagartn, Kathreintanz usw.  Schwer treffe den Gau auch die Erkrankung einiger Vorstandsmitglieder, denen man auf diesem Wege gute Besserung wünschte. Tax blickte aber auch in die nahe Zukunft. Auch wenn es heuer leider kein Gaufest gebe, so seien die Trachtler z. B. beim Volkstanztreffen am 28. April in Teisnach, beim Drumherum in Regen am 20. Mai und bei der Arberkirchweih am 19. August gefordert. In Planung sei auch wieder ein Schneiderkurs. Zur Brauchtumsarbeit der Vereine gehört auch die Mitgestaltung des Brauchtums im Jahresablauf (z. B. Osterbräuche, Erntedank, Maiandachten, Adventssingen, Totenbretterpflege usw.).     Zur Ausschuss-Sitzung trifft man sich am Freitag, 9. Februar in Ruhmannsfelden. Der nächste Gaustammtisch findet am Donnerstag, 1. März in Furth i. Wald statt. Die Frühjahrs-Gauversammlung ist am Sonntag, 4. März in Patersdorf. (krp)

Bildunterschrift zu ko-krp-Jahresabschluss Waldgau 2018:  Eine lehrreiche Führung im „Haus der Bienen“ in Kirchberg i. Wald gehörte zum Veranstaltungsprogramm der Vorstandschaftsmitglieder des Bayerischen Waldgaues bei ihrem Jahresabschluss.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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