Brauchtum

Waldgau-Gaufest in Kirchberg im Wald am 14. Juli

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Trachten, Brauchtum, Heimat – Menschen „wie du und ich“ begegnen sich am kommenden Wochenende in Kirchberg i. Wald und erleben drei schöne Festtage bei schmissiger Volksmusik, bayerisch Tanzen, geselligen Beisammensitzen zu süffigem Bier und herzhaften Essen. Nach knapp zweijähriger Vorbereitungszeit und Organisation startet der Heimat- und Volkstrachtenverein Gotthardsbergler Kirchberg e. V. in ein ausgefülltes Festwochenende. Die Kirchberger Trachtler laden ein zu ihrem 50-jährigen Jubiläum. Verbunden mit dem Gaufest des Bayerischen Waldgaues treffen sich die Gäste aus Nah und Fern im Festzelt in der Ortsmitte.

Die Trachtler werden nicht alleine feiern. Zum Gründungsfest mit Gaufest angesagt haben sich Trachtenvereine aus dem Bayerischen Waldgau, dem benachbarten Dreiflüssegau und dem Niederbayerngau. Zusammen mit den Ortsvereinen, den Brauchtumsgruppen und den Musikkapellen werden 71 Gruppen beim Festzug am Sonntagnachmittag vertreten sein. Mit Stolz verkünden die Gotthardsbergler, dass das Fest vom Bezirkstagspräsidenten von Niederbayern, Dr. Olaf Heinrich, beschirmt wird. Als Ehrenschirmherr steht ihm der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Kirchberg i. Wald, Alois Wenig, zur Seite. Damit – so hofft man – möge das Jubiläum unter einem guten Stern stehen, einen unfallfreien Verlauf nehmen und gutes Wetter herrschen. Als Festmutter agiert Verena Hackl, die Enkeltochter des langjährigen Vereinsvorstands Heinrich Trauner. Patenverein sind die „Schwarzachtaler“ Spiegelau, der zweitälteste Verein im Bayerischen Waldgau. Sie bringen zum Fest ein Pferdefuhrwerk und die Stadtkapelle Grafenau mit.  Extra zu diesem feierlichen Anlass haben die Trachtler ihre 1979 geweihte Fahne grundlegend restaurieren lassen. Sie erstrahlt nun wieder in frischem Glanz. Beim Festgottesdienst werden die neuen Fahnenbänder gesegnet. Das Festprogramm beginnt am Freitag, 12. Juli. Unter dem Motto „Bayerisch zünftig“ findet ab 19 Uhr ein Unterhaltungsabend mit der weitum bekannten Kapelle Josef Menzl statt (Einlass ins Festzelt ab 18 Uhr). Der Samstag beginnt um 16 Uhr mit dem Festakt des Bayerischen Waldgaues im Pfarrhof St. Gotthard. Als Referent wird Sepp Roider zum „Musikantenleben früherer Zeiten im Bayerischen Wald“ referieren. Um 18 Uhr Segnung der neuen Totengedenkbretteranlage mit Totengedenken auf dem Amthofplatz. Um 19 Uhr Gau-Heimatabend mit Gruppen des Bayerischen Waldgaues für alle Gäste aus Nah und Fern. Um 20 Uhr öffentlicher Tanzabend „Boarisch Tanzen“ mit der Kapelle „Niederbayerischer Musikantenstammtisch“.  Am Festsonntag erfolgt um 6 Uhr der Weckruf und Böllerschießen im Gemeindebereich. Ab 8 Uhr Frühschoppen im Festzelt mit der Festkapelle „Kirchberger Blasmusik“, Einholen der Vereine durch den Patenverein. Um 8.30 Uhr Empfang der Ehrengäste beim Rathaus, 9.30 Uhr Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Gotthard und um 10 Uhr Festgottesdienst mit Bändersegnung vor der Pfarrkirche (Waldler-Messe im Volksgesang, bei Regen im Festzelt). Um 11.30 Uhr Rückmarsch zum Festplatz im Fahnenblock, 12 Uhr Unterhaltung im Festzelt, Grußworte, Ehrentänze, Standkonzert der Stadtkapelle Grafenau auf dem Festplatz. Ein Höhepunkt wird ab 14 Uhr der große Fest- und Brauchtumszug mit Moderation und Vorstellung der teilnehmenden Gruppen sein. Um 15 Uhr Fahnenspalier vor dem Zelteingang, Einzug der Fahnen, Abschluss des Gaufestes mit der Bayernhymne. Ab 18 Uhr Festausklang. Von 9 bis 17 Uhr wartet ein Handwerker- und Trachtenmarkt auf seine Besucher. Hufschmied, Besenbinder und eine Klöppelgruppe zeigen ihr Handwerk und auch für die Kinder ist einiges geboten.

Bericht und Foto: Bayer. Waldgau – Regina Pfeffer

Der Festverein „Gotthardsbergler“ Kirchberg lädt ein zu seinem 50-jährigen Gründungsjubiläum, verbunden mit dem Gaufest des Bayerischen Waldgaues.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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