Corona-Krise

Volksmusikant Hans Berger in Lockdown-Zeiten

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ruhig ist es geworden in der Kultur- und Volksmusikszene. Dort, wo sich normalerweise viele Menschen treffen, um weltliche und geistliche Musik zu hören, stehen verwaiste Stühle, die Bühnen sind leer. Erst mit dem Lockdown merkte man, wie systemrelevant Musik und Kunst sind, wie sehr es der Seele guttut. Einer, der das ganz besonders spürt, ist Hans Berger aus Seebach (Gemeinde Oberaudorf) oberhalb des Inntales.

Auch für den Komponisten und Dirigenten Hans Berger ist es eine neue Erfahrung. Um diese Zeit wäre er schon mitten in den Vorbereitungen für sein Osteroratorium, das er mit seinen bayerisch-tirolerischen Sängern – dem Montini-Chor – und seinem großen Ensemble vielerorts gestalten würde. Ein Jahr ist es nun her, dass die letzte Chorprobe im Oberaudorfer Pfarrsaal stattfand und die Gemeinschaft fehlt ihm natürlich sehr, obwohl er seinen Musikern und Sängern regelmäßig Nachrichten schickt und zu Weihnachten die neuesten CD-Zusammenstellungen zukommen ließ.  Trotz der allgemeinen Stille ist dem Musiker Hans Berger keinesfalls langweilig: Während des ersten strengen Lockdowns nahm er für seine Fangemeinde zahlreiche Zither- und Orgelstücke auf, die er in einem eigenen Youtube-Kanal veröffentlichte. Auch über Facebook ist Hans Berger mit seinen Musikfreunden verbunden.

Neue CD-Aufnahmen – Bestellmöglichkeiten über eigenen Online-Shop

Hans Berger stellte außerdem zwei CDs aus verschiedenen Musikträgern zusammen. Zum einen ist es die CD „Gruß aus dem Auerbachtal – Auswahl aus 35 Jahren“.  Dies ist eine Auswahl von 30 Instrumentalstücken, die in den letzten 35 Jahren veröffentlicht wurden, gesammelt auf einer CD. Eine weitere Zusammenstellung findet sich auf der CD „Festliche Chor- und Volksmusik“, auf der der Montini-Chor, Dreigesänge und das Ensemble zu hören ist. Auf dem CD-Cover sieht man die Ölbergkapelle zu Sachrang, wo Hans Berger jahrzehntelang die Wallfahrt musikalisch gestaltete.  In den vergangenen Monaten entstanden zahlreiche Notenhefte für die verschiedensten Konstellationen. So arrangierte Hans Berger seine Volksliederbücher „Dir zur Ehr mein Lied ich singe“ und „Aus der Tiefe unsrer Täler“ für Solisten, 2 Singstimmen, Dreigesänge, Männerchöre und für gemischten Chor.  Derzeit ist entsteht ein interessantes Volksliederbuch aus der Sachranger Notensammlung, die Hans Berger schon seit Jahrzehnten betreut. Mindestens 70 Lieder sind in diesem Liederbüchlein abgedruckt. Für alle Liederbücherl gibt es Orgelbegleitung für Volksgesang, zwei- bis dreistimmige Hefte sowie für gemischten Chor und Männerchor (z.T. noch in Vorbereitung). Als nächstes folgt noch eine Ausgabe für ein Bläserquartett.

Für den Osterfestgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Vitus, Kufstein bereitet Hans Berger derzeit auch Lieder für ein Gesangsquartett, Trompete und Orgel vor. Alles in allem eine harte Zeit, doch man merkt schon, langweilig wird es dem Berger-Hans sicher nicht. Wer Interesse an dem Notenmaterial und den CDs hat, kann diese im Onlineshop unter www.berger-hans.de bestellen oder sich per Mail bei Hans Berger hb@musikbuero-berger.de melden.

Fotos: Rainer Nitzsche – 1. So kennt man Hans Berger von seinen öffentlichen Auftritten: a) mit seiner Zither und b) mit seinem bayerisch-tirolerischen Montini-Chor  – 2. Titel der CD- und Buch-Veröffentlichungen

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger (www.wendelstein-anzeiger.de)

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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